Fahrrad-Freude in Memmingen

Stadt Memmingen darf sich jetzt „fahrradfreundliche Kommune“ nennen

Geparkte Fahrräder am Marktplatz in Memmingen.
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Die Stadt Memmingen hat von der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK)in Bayern das entsprechende Prädikat bekommen. RadlerInnen fühlen sich hier offensichtlich wohl.

Memmingen – Nun ist es offiziell: die Stadt Memmingen hat von der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen“ (AGFK)in Bayern das entsprechende Prädikat bekommen. Sie gehört damit zu den Städten, denen ein besonders großes Engagement fürs Thema Radfahren und die dazu gehörige Infrastruktur attestiert wird. Bürgermeisterin Margaretha Böckh hielt bei einer virtuellen Konferenz mit Verkehrsministerin Kerstin Schleyer die Urkunde freudestrahlend in die Kamera.

„Endlich haben wir den Titel“, freut sich auch Urs Keil, der Fahrradbeauftragte der Stadt. Er bemüht sich seit vielen Jahren um die Verbesserung der Situation für Radfahrer. Die vielen auffällig rot markierten Radfahrwege beziehungsweise -streifen sind längst zum Markenzeichen der Maustadt geworden. Auch der in Memmingen entwickelte fahrradfreundliche Spezial-Randstein interessiert immer mehr andere Kommunen. Und das neue Radl-Parkhaus am Bahnhof setzt nicht nur optisch neue Maßstäbe. „Wir gehören ja schon lange zu den Gründungsmitgliedern der AGFK“, weiß Keil, „doch auch Memmingen musste sich das Attribut `fahrradfreundlich` durch entsprechende Anstrengungen erst verdienen.“

So war im Jahr 2019 eine Fachkommission des ADFC Bayern in der Stadt unterwegs, um die Memminger zu überprüfen. Nach einigen kleineren Korrekturen beziehungsweise Nachbesserungen hoben die Kommissäre den Daumen. Ihr Urteil gilt jetzt bis 2027 und muss dann erneut zertifiziert werden. „Wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“, betont Urs Keil, „die Radinfrastruktur befindet sich in einem dynamischen Prozess, da gibt es immer wieder etwas Neues zu tun.“

Neue Ergebnisse

Memmingen gehört zu den Kommunen in Bayern, in denen sich RadlerInnen eher wohlfühlen. Dafür hat sich der hier sehr aktive und mitgliederstarke ADFC-Kreisverband schon seit vielen Jahren eingesetzt, aber auch die topographisch günstige Lage trägt sicher dazu bei. Wie die Memminger RadlerInnen die aktuelle Situation des Radverkehrs in der Stadt einschätzen, wird am 16.März bekannt - dann präsentiert Bundesverkehrsminister Scheuer die Ergebnisse des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests.

„Wir freuen uns, dass wir nun den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“ tragen dürfen. Das zeigt, dass wir mit dem, was wir zur Förderung des Radverkehrs bislang unternommen haben, auf dem richtigen Weg sind“, äußerte sich Bürgermeisterin Margareta Böckh nach der Auszeichnung.

Bislang liegt der Radverkehrsanteil am Straßenverkehr in Memmingen bei etwa 25 Prozent, das liegt deutlich über dem bayerischen Durchschnitt. Schon 2017 konnten sich die Teilnehmer der „BR Radltour“ bei ihrer Stippvisite in der Stadt von deren Fahrradfreundlichkeit überzeugen. „Wir hoffen jetzt, durch unsere Auszeichnung noch mehr Menschen dazu motivieren zu können, das Fahrrad auch als Alltagsverkehrsmittel zu nutzen, auch wenn die Memmingerinnen und Memminger schon sehr radbegeistert sind“, so Urs Keil, der Radverkehrsbeauftragter der Stadt. (lub)

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