Themenradweg zwischen Altusried und Lautrach geplant

„Natur und Technik im Illerwinkel“

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Die Projektpartner des Themenradwegs „Natur und Technik im Illerwinkel“ haben Ende 2017 den positiven LEADER-Förderbescheid erhalten.

Legau/Altusried – Unter dem Titel „Natur und Technik im Illerwinkel“ ist ein Themenradweg zwischen Altusried und Lautrach geplant. An dem LEADER-geförderten Projekt sind die Lokalen Aktionsgruppen Regionalentwicklung Oberallgäu und Kneippland® Unterallgäu sowie die Landkreise Unterallgäu und Oberallgäu und die angrenzenden Kommunen als Projektpartner beteiligt.

Sie haben im Vorfeld viele Anregungen eingespeist. Die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH BEW hat gemeinsam mit ihnen die einzelnen Projekte definiert und vorgeplant. Nach dem Erhalt des Förderbescheids können nun die Detailplanungen und Abstimmungen mit den beteiligten Kommunen erfolgen. Ab Sommer 2018 soll dann die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen beginnen. 

„Als Wasserkraftbetreiber möchten wir mit unseren Projekten den Lebensraum Fluss wieder für Menschen erlebbar machen. Dass wir dabei mit den Mitteln aus dem LEADER-Programm unterstützt werden, bestätigt uns in diesem Ansatz“, sagt BEW-Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Pöhler. „Gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen können wir nun viele Anregungen aus der Bürgerschaft oder von Verbänden aufgreifen. Der Themenradweg ‚Natur und Technik im Illerwinkel‘ soll den Lebensraum Fluss noch stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken.“ 

Hauptziel des Projekts ist es, die Obere Iller besser für den Radverkehr zu erschließen und den Fluss auf diese Weise als Ort der Naherholung zu stärken. So sollen unter anderem an den Illerstaustufen Fluhmühle, Legau und Maria Steinbach neue fahrradgerechte Rastplätze aufgebaut werden. Außerdem wird die Vogelbeobachtungsstation bei Lautrach in den Themenradweg eingebunden und der Weg dorthin besser beschildert. Im Bereich der Hängebrücke Fischers-Pfosen (Gemeinden Altusried/Dietmannsried) soll der Übergang für Fahrradfahrer optimiert werden. Innovative Ideen Im Rahmen des Projekts gehen die Partner um BEW auch innovative Wege in der Umweltbildung. So möchten sie die Möglichkeit schaffen, über QR-Codes die Iller aus der Vogelperspektive zu betrachten. 

Für den Aussichtsturm in Legau sollen in diesem Jahr gemeinsam mit der Hochschule Kempten eine ganze Reihe von multimedialen, spielerischen Elementen entwickelt werden, die das Zusammenspiel von Natur und Technik an der Iller visualisieren und erlebbar machen. Die Maßnahmen zur Umweltbildung sollen in Zusammenarbeit mit der Umweltstation Unterallgäu im kommenden Jahr umgesetzt werden. „Wir werden neue Medien und interaktive Elemente einsetzen. So wollen wir neue Zielgruppen ansprechen und die Iller noch attraktiver für Familien machen“, so Landrat Hans-Joachim Weirather, Vorsitzender der federführenden LAG Kneippland® Unterallgäu. 

Ein weiterer Baustein des Projekts sind sogenannte Uferaufweitungen, unter anderem bei Lautrach. Dabei macht BEW den Fluss an bestimmten Stellen zugänglicher und bringt Kies ein. So entstehen auch ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche. 

Finanzierung 

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 420.000 Euro. Die Mittel stammen zu 60 Prozent aus dem Förderprogramm LEADER, ein Programm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums. Die Kofinanzierung erfolgt durch die Projektpartner, die angrenzenden Kommunen und die Landkreise. Die Eigenmittel werden aus dem Förderfonds des Ökostromprodukts LEW Strom Aqua Natur aufgebracht. Hier investiert LEW pro abgeschlossenem Vertrag monatlich einen Euro in die Förderung regionaler Naturschutzprojekte, wie beispielsweise ökologische Maßnahmen an den Flüssen. (MK)

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