Tourismusverband Allgäu/Bayrisch-Schwaben zieht Bilanz

Mehr als 21 Millionen Übernachtungen

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Referent Florian Dorn vom Ifo-Institut München.

Leutkirch/Allgäu - Die Erfolgsbilanz des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V. ist eindeutig positiv, wie bei Jahreshauptversammlung im Center Park bei Leutkirch aufgezeigt wurde. Über sechs Millionen Gästeankünfte und mehr als 21 Millionen Übernachtungen im Bereich des Verbandes bedeuten ein Plus von 6,7 beziehungsweise 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dass die Mitgliederversammlung erstmals in der neuen Ferienanlage Center Parks abgehalten wurde zeige die Bedeutung des neuen „Leuchtturms des Schwäbischen Tourismus“ in der Region, wie Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle betonte. „Erreichen konnten wir diese positiven Zahlen als eindrucksvolles Gemeinschaftswerk aller touristischen Akteure, die seit vielen Jahren intensiv und mit klaren Strategien zusammenarbeiten“, erklärte dazu MdL Klaus Holetschek als 1. Vorsitzender des Tourismusverbandes Allgäu/Bayrisch-Schwaben. Trotz dieser eindeutigen Erfolgswelle müsse die Qualität der touristischen Angebote dennoch ständig verbessert werden. Im Vordergrund stünden hier die Themenbereiche Mensch und Natur sowie insbesondere auch die Mobilität. Insbesondere einem funktionierenden ÖPNV komme entscheidende Bedeutung zu.

Andererseits zeige der Erfolg auch verstärkt seine negativen Seiten. Der auftretende Fachkräftemangel sei ein eklatantes Problem, das eine erfolgreiche Weiterentwicklung immer häufiger verhindere. Benötigte, aber nicht vorhandene Unterkünfte für Mitarbeiter verstärken das Problem zusätzlich. Auch bei der immer mehr um sich greifenden Bürokratie müssen wir irgendwie eine Umkehr erreichen, forderte Holetschek in seinem Rechenschaftsbericht. Es sei wichtig, die Rahmenbedingungen zu überarbeiten, um den Tourismus weiter voranzubringen.

Ein positives Fazit zog Tourismusverbandsgeschäftsführer Bernhard Joachim in seinem Bericht. Die Altlasten seien „endgültig ausgeräumt“, der letzte Kredit sei vergangenes Jahr zurückgezahlt worden. Bekanntlich war im Verband bis 2012 ein Fehlbetrag von einer halben Million Euro aufgetreten. Dabei sei das Geld nicht veruntreut, sondern einfach im Wirtschaftsplan falsch gerechnet worden. Damit solche Fehler künftig nicht mehr passieren, stellte der Verband seine Buchhaltung um und führte ein Controlling und ein Sparprogramm ein. Der Erfolg dieser Neuorganisation zeichnete sich schnell ab. So zeigt der Jahresabschluss 2018 bereits wieder positive Zahlen. Die Umsatzerlöse liegen bei 1,6 Millionen Euro und der Jahresüberschuss erreichte knapp 75.000 Euro. Einstimmig wurde deshalb auch der Jahresabschluss und ebenso der Wirtschaftsplan 2019 von den Mitgliedern abgesegnet.

Positives konnte auch Florian Dorn vom Ifo-Institut in seinem Vortrag über Auswirkungen des Flughafens Memmingen auf den Tourismus berichten. So habe laut Untersuchungen des Instituts der Allgäu-Airport zwischen den Jahren 2008 und 2016 zu einem Anstieg der Gästezahlen zwischen 15 bis 18 Prozent geführt. Dabei seien 40 Prozent der Fluggäste Incoming-Passagiere, die aus dem Ausland anreisten. Das Gros komme aus Osteuropa. Knapp die Hälfte dieser Gäste besuche Freunde oder Verwandte in der Region oder im Allgäu. 32 Prozent seien reine Urlauber und 17 Prozent Geschäftsreisende. Jeder dieser Fluggäste aus dem Ausland gebe pro Tag 131 Euro in den gewählten Regionen aus. Insgesamt errechne sich daraus eine Bruttowertschöpfung von 170 Millionen Euro.

Abschließend wies auch Christoph Muth als Generalmanager des Center Parks auf die wirtschaftliche Bedeutung der Ferienanlage hin. Rund 1,3 Millionen Übernachtungen und 350.000 Tagesbesucher würden erwartet und von rund 1000 Beschäftigten im Center Park betreut. Mit 50 regionalen Partnern arbeite man dazu ständig erfolgreich zusammen. (jw)

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