„Alles tun, um Fischertag zu erhalten“

Treffen der Memminger Stadtbachfischer im Bonhoeffer-Haus

Für einen gelungenen Auftakt sorgte bei der Fischerversammlung sorgten wieder die Trommlerbuben.
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Für einen gelungenen Auftakt sorgte bei der Fischerversammlung sorgten wieder die Trommlerbuben.

Memmingen - Die Gruppe der Stadtbachfischer traf sich zu ihrer traditionellen Fischerversammlung im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, um die Akteure der Fischer, bevor sie wieder in den Bach jucken, erneut auf die Verhaltensregeln des Bachausfischens hinzuweisen und gleichzeitig auf das bevorstehende große Heimatfest einzustimmen.

Für einen gelungenen Auftakt sorgte einmal mehr die Gruppe der Trommlerbuben in ihren traditionellen Uniformen mit ihrem Einmarsch, bevor Gruppenleiter Christian Feiner in einem kurzen Statement die zahlreich erschienenen Fischer begrüßte. „Ich freu‘ mich saumäßig auf den Fischertag“, sagte fröhlich gestimmt Oberbürgermeister Manfred Schilder in seinem sehr launig gehaltenen Grußwort. Schilder ist sich sicher, dass es nach der Devise: „Zuerst nafuattra, noch mit de Fisch schwätza und noch mit’m Bära raushola“ klappt. „Jedenfalls steige ich heuer nicht ohne Fisch aus dem Bach“, so sein gegebenes Versprechen allen Anwesenden gegenüber.

Etwas ernster klang da Vorsitzender Michael Ruppert, der kurz auf den aktuellen Fall eines anstehenden Gerichtsverfahrens einging und betonte: „Die Antragstellerin hat jetzt Klage eingereicht. Wir müssen alles tun, um unseren Fischertag zu erhalten.“ Gruppenleiter Feiner bezeichnete im Anschluss den letztjährigen Fischertag als „alles in allem ruhig und ohne Aufregung“ und wies gleichzeitig auf die verbesserte Lautsprecherübertragungsqualität in der Stadionhalle beim Fischertagsfrühschoppen hin. Dieter Osterrieder als Vertreter von Fischmeister Wolfgang Zettler ermahnte die Fischer zum sorgsamen Umgang mit den Fischen.

Oberfischer Jürgen Kolb stellte dann das neue Fischertagsabzeichen vor, in dem diesmal die Zunftzeichen verewigt sind. Zudem ermahnte er die Fischer, sich nicht mit vollen Biergläsern oder -krügen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Eindruck auf die Besucher wäre fatal. Letztlich ging es um das wichtige Thema Tierschutz, das strengstens beachtet werden müsse. Wichtig sei die Garantie des Sauerstoffgehalts des Wassers und dass nur eine gewisse Anzahl Fische im Kübel gehalten werden dürfe. Maßgabe seien sieben Liter Wasser pro Fisch.

Nachdem im vergangenen Jahr laut dem Tierschutz-Verantwortlichen Manfred Wolters keine Verstöße auftraten und die Bachaufsicht keine Unstimmigkeiten feststellte, gehe man davon aus, dass die Tierschutzvorschriften auch dieses Jahr strikt eingehalten würden. Herbert Heuss schließlich ging abschließend auf die Memminger Originale ein, deren Charaktere der unvergessene Memminger Heimatdichter Friedrich Wilhelm Hermann so anschaulich und publikumswirksam beschrieben hat und deren Darsteller jeweils den Fischerkönig bei Abdankung und Auszug begleiten. (jw)

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