Trunkelsberg weiht neuen Trinkwasserspeicher ein

„Ein wichtiger Schritt für die Gemeinde“

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Der Neubau mit den beiden neuen Trinkwasserspeichern (links) und daneben der alte ortsprägende Wasserturm. 

Trunkelsberg - Nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit und einer Investitionssumme von über 919.000 Euro netto wurde der neue Trinkwasserspeicher in Trunkelsberg fertiggestellt und im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ eingeweiht. Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde ist mit dieser Baumaßnahme auf viele Jahre gesichert.

Seit etwa 1960 galt der alte, weit sichtbare und ortsprägende Wasserturm in Trunkelsberg als Garant für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde. Doch es gab immer wieder Ärger in der Bevölkerung, denn die Druckverhältnisse mit 1,7 bar waren äußerst mäßig. Außerdem war die Wasserqualität durch hohe Kalkbelastung diskussionswürdig. Nun wird er wohl nur noch der Feuerwehr als Wasserspeicher für ihre Zwecke dienen, denn seine Funktion übernehmen jetzt zwei neue, hochmoderne Edelstahl-Trinkwasserbehälter mit je 175 cbm Fassungsvermögen und einem Druckvermögen im Ortsbereich von derzeit etwa zwei bar, das bei Bedarf stufenweise auf vier bis sechs bar erhöht werden kann. Desweiteren werde damit genügend Vorsorgereserve beim Löschwasser erreicht. Ein Notverbund mit der Stadt Memmingen soll zudem bei minderer Quellschüttung und maximalem Verbrauch oder bei Ausfall der eigenen Quelle die Versorgung sichern. Untergebracht sind die neuen Trinkwasserbehälter in einem Zweckbau in Holzständerbauweise mit einer Aluminium-Trapezblecheindeckung unweit des alten Wasserturms. „Künftig verwenden wir nur noch unser eigenes Wasser aus der Kaltenbrunner Quelle der Eisenburger Flur“. Noch sind allerdings die beiden Speicher nicht zusammengeschlossen, wie Bürgermeister Roman Alberecht anlässlich der Einweihungsfeier erklärte. „Die Entscheidung für den Neubau war eine kluge Vorgangsweise und ein wichtiger Schritt der Gemeinde, um die Trinkwasserversorgung auf Jahre zu sichern“, so Heribert Hartmann vom Planungsbüro Klinger GmbH, der bei einem anschließenden Rundgang den interessierten Besuchern Details der Baumaßnahme erläuterte. Die gesamten Investitionskosten liegen ohne die Baunebenkosten von rund 15 Prozent bei netto 919.000 Euro. Den ökumenischen Segen erteilten Pfarrer Wolfgang Ludwig und Pater Anton unterstützt vom Kirchenchor der Gemeinde, bevor der Öffentlichkeit beim „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit geboten wurde, die Baumaßnahmen näher zu betrachten. (jw)

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