22. Unterallgäuer Ordenstag im Kaisersaal der Ottobeurer Benediktinerabtei

Ehrung für die im Stillen wirken

+
Die Generaloberin der Franziskanerinnen in Kaufbeuren, Schwester Regine Winter.

Ottobeuren - Im Kaisersaal der Ottobeurer Benediktinerabtei wurde der 22. traditionelle "Unterallgäuer Ordenstag" gefeiert. Über 80 Ordensleute folgten dieses Jahr der Einladung des Unterallgäuer Landrates Hans-Joachim Weirather zu dieser feierlichen Veranstaltung. Schwester Regina Winter, Generaloberin der Franziskanerinnen in Kaufbeuren, gab dabei den anwesenden Ordensleuten einen interessanten geschichtlichen Ein- und Überblick über das Wirken des Crescentiaklosters in Kaufbeuren.

Es ist jahrelange gelebte Tradition, dass der Unterallgäuer Landrat einmal jährlich die Unterallgäuer Ordensleute der einzelnen Gemeinschaften zu einer Feier einlädt, um seine Wertschätzung für ihr engagiertes Wirken auch öffentlich zu würdigen. Nach einem vorangegangenen Orgelkonzert in der Basilika "Eine italienische Reise" und einer anschließenden Vesper mit H.H. Abt Paulus Weigele versammelten sich die über 80 anwesenden Besucher dieses 22. Unterallgäuer Ordenstages schließlich im Kaisersaal der Abtei und wurden von Landrat Hans-Joachim Weirather herzlich begrüßt. Weirather gratulierte dabei zunächst Pater Johannes Schaber zur Ernennung als Nachfolger von Abt Paulus Weigele, der kürzlich aus Altersgründen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Seine gut gemeinten Worte: "Passen Sie auf sich auf, dass sie sich nicht übernehmen", sollte er ernst nehmen, denn Abt Johannes sei ein Mann mit einer Fülle von Ämtern, die sehr viel Kraft kosteten. Und ein schöner Strauß neuer Aufgaben käme nun noch dazu. Dabei erinnerte er Abt Johannes auch noch an sein bisher nicht eingehaltenes Versprechen, den Creszentia-Pilgerweg mit ihm gemeinsam zu gehen. Auch an den 70. Geburtstag von Paulus Weigele, der demnächst gebührend gefeiert werde, erinnerte Weirather und dankte für dessen segensreiches Wirken in Ottobeuren. Der Ordensreferent der Diözese Augsburg, Domdekan Dr. Bertram Meier, der den Ordenstag eine Unterallgäuer Spezialität nannte, bedachte in seinem Grußwort die Ordensleute mit lobenden Worten. "Sie sind bei der Arbeit täglich präsent. Mir ist bewusst, was sie bisher Gutes getan haben und immer noch tun. Ich schätze ihren großen Einsatz und ihr Engagement für die vielfältigen sozialen Aufgaben in unserem Land." Auch Ottobeurens Bürgermeister Bernd Schäfer würdigte die großen Leistungen der Ordesnleute. "Für Ottobeuren ist es eine Ehre, dass sie jedes Jahr hierher kommen". Als Hauptrednerin schilderte Schwester Regina Winter, Generaloberin der Franziskanerinnen in Kaufbeuren, den Werdegang des Klosters mit seinen vielfältigen Facetten und geschichtlichen Hintergründe. Vom allmählichen und mühseligen Aufbau bis zur reifen Blüte und dem ziemlich abrupten Niedergang, ausgelöst durch den Nationalsozialismus und die Kriegszeit. Das erneute Wirken des Klosters in der Neuzeit sei geprägt durch die Übernahme vielfältiger sozialer Aufgaben und Einrichtungen. "Doch auch bei uns ist nicht alles in Ordnung", sagte Schwester Regina. "Auch wir sind nur Menschen, die hin und wieder Fehler machen. Wir wollen aber eine Oase sein, in der die Bedürftigen Befriedigung und die Armen und Einsamen Geborgenheit finden". Doch akute Sorgen machten dem Kloster neuerdings immer mehr zu schaffen. Durch die ungünstig verlaufende Demografie fehle dem Orden künftig der wichtige Nachwuchs, um alle Aufgaben weiterhin bewältigen zu können. (jw)

Auch interessant

Meistgelesen

Brand in Memmingen: 29-Jähriger gestorben
Brand in Memmingen: 29-Jähriger gestorben
Memmingen: Akkubrand bei Fahrradhändler
Memmingen: Akkubrand bei Fahrradhändler
Heidrun Bauer erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
Heidrun Bauer erhält Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten
Bad Grönenbach: Dritter Milchviehbetrieb wurde durchsucht
Bad Grönenbach: Dritter Milchviehbetrieb wurde durchsucht

Kommentare