GdP: Entlastung frühestens 2021 in Sicht

Überstunden bei der Polizei

Peter Pytlik, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern.
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Peter Pytlik, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern.

Bayern - Die Diskussion um die Überstunden bei der Polizei ist wieder entfacht. Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) absolvierten die Beamten/innen 22 Millionen Überstunden in Deutschland und circa 2,4 Millionen in Bayern.

Alleine in München sind 550.000 und bei der Bereitschaftspolizei knapp 200.000 Überstunden angefallen, so Peter Pytlik, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Bayern. Für den Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, zu dem auch die Stadt Memmingen und der Landkreis Unterallgäu gehören, beziffert Pytlik die Zahl der geleisteten Überstunden der rund 2.000 Polizeibeamten und -beamtinnen auf rund 71.000. 

Die Überstundensituation wird sich seines Erachtens in nächster Zeit auch nicht ändern. Durch zunehmende Einsatzzahlen, durch polizeiliche Großlagen, Demos sowie durch Einsätze, die auch im Zusammenhang mit der Asyl- und Flüchtlingsthematik stehen - um nur einige Punkte zu nennen - wird sich die Überstundensituation in den kommenden zwei Jahren nicht verbessern, sondern eher noch verschlimmern, befürchtet Pytlik. 

Die zusätzlichen 3.500 Einstellungen bei der bayerischen Polizei bis 2023 werden aus Sicht der GdP frühestens mit Beginn 2021 zu einer leichten Entlastung führen können. „Bayern hat hier, vor allem auch auf Forderung der GdP, letztlich den richtigen Weg eingeschlagen, um die personelle Situation zu verbessern. Leider hinken da andere Bundesländer teilweise noch weit hinterher“, so der Polizeigewerkschafter. (MK)

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