Ein weiterer Schritt in der Mobilitätsentwicklung

Der Flexibus hält jetzt auch in Babenhausen und Boos

Mit der Inbetriebnahme des neuen Flexibus-Knoten Babenhausen-Boos sind die Bürger*innen der angeschlossenen Gemeinden nun auch ohne eigenes Fahrzeug mobil.
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Mit der Inbetriebnahme des neuen Flexibus-Knoten Babenhausen-Boos sind die Bürger*innen der angeschlossenen Gemeinden nun auch ohne eigenes Fahrzeug mobil.

Babenhausen/Unterallgäu – Der öffentliche Nahverkehr im Unterallgäu wird noch attraktiver. Mit dem Anschluss der Verwaltungsgemeinschaften Babenhausen und Boos - mit ihren Gemeinden Egg an der Günz, Fellheim, Heimertingen, Kettershausen, Kirchhaslach, Niederrieden, Oberschönegg, Pleß und Winterrieden - ging der dritte Flexibus-Knoten an den Start. Am 12. November wurde der Flexibus Babenhausen-Boos auf dem BBS Brandner Betriebshof in Babenhausen offiziell in Betrieb genommen. Bürger*innen aus allen Gemeinden der beiden VGs können nun den Flexibus nutzen und sich unabhängig von einem Fahrplan nahezu von Tür zu Tür befördern lassen.

Seit vergangenem Jahr gehört der Flexibus bereits im Raum Mindelheim und im Bereich Kirchheim-Pfaffenhausen zum erweiterten Mobilitätsangebot und ergänzt den vorhandenen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Mit dem dritten Knotenpunkt im Unterallgäu wurde das Streckennetz nochmals erweitert. „Mit dem Flexibus Babenhausen-Boos können wir einen weiteren Schritt in der Mobilitätsentwicklung des ländlichen Raums im Landkreis Unterallgäu gehen”, sagte Josef Brandner von der Flexibus KG in Krumbach bei der Inbetriebnahme des neuen Busses. Das Angebot sei eine Mischform aus ÖPNV und Taxi. „Wir wollen die Vorteile der beiden Systeme miteinander vereinen”, erklärte Brandner. Er sei überzeugt, dass der Flexibus auch hier in der Region ein Erfolg werde und viele Menschen das Angebot als Alternative zum Auto nehmen werden. Auch, so Brandner weiter, weil in der Gesellschaft ein Umdenken stattfinde und die Menschen umweltbewusster würden. „Fordern Sie Ihre Bürger auf, die neue Mobilität zu nutzen”, sagte er abschließend an die anwesenden Bürgermeister*innen gerichtet. Laut Brandner ist in den beiden Verwaltungsgemeinschaften vorerst ein Fahrzeug im Einsatz, ein zweites sei jedoch bereits vorbereitet.

„Mit dem dritten Flexibus-Knoten im Unterallgäu beginnt ein neues Kapitel im öffentlichen Nahverkehr”, ist Babenhausens Bürgermeister Otto Göppel überzeugt, der stellvertretend für Bürgermeister*innen sprach. Auch Landrat Hans-Joachim Weirather freute sich, dass das Streckennetz im Unterallgäu weiter ausgebaut wird. Nachdem man den Einsatz des Flexibusses im Landkreis Günzburg genau beobachtet habe, sei auch hier klar gewesen: „Wir machen das, wenn eine Förderung möglich ist.” Die aktuelle Förderung ist vorerst auf fünf Jahre begrenzt. Weirather zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass es nach der Testphase die Möglichkeit einer dauerhaften Einrichtung des Flexibusses geben werde. „Ich bin mir sicher, dass wir im Landkreis Unterallgäu Schritt für Schritt einen flächendeckenden ÖPNV haben werden”, so Weirather.

„Der Individualverkehr nimmt ständig zu, doch das muss nicht sein”, so der Erste Vorsitzende des Verbandes mittelschwäbischer Kfz-Linen, Bürgermeister Hubert Fischer aus Krumbach. Dabei müssten die meisten nicht unbedingt mit dem Auto fahren, sondern wollen nur irgendwo hinkommen.

Mobilität auf Wunsch

Getreu dem Motto „Anrufen. Einsteigen. Mobil sein.” soll es für die Nutzer möglichst unkompliziert sein, eine Fahrt zu buchen. „Wir haben das Konzept aus Sicht der Kunden entwickelt”, sagte Brandner. Der Flexibus fährt ohne einen festen Fahrplan und ohne feste Linienverbindung. Die Fahrgäste werden von einer der 319 festgelegten Haltestellen abgeholt und an ihr Fahrziel gebracht. Dies bedeutet im Knoten Babenhausen-Boos für mehr als 18.000 Einwohner in elf Gemeinden und zahlreichen Ortsteilen den Zugang zur öffentlichen Mobilität an 365 Tagen im Jahr von 6 bis 19 Uhr (Montag bis Freitag) sowie von 7 bis 18 Uhr (am Wochenende und an Feiertagen). Die Fahrt kann individuell gebucht werden - entweder telefonisch oder mit der Flexibus-App. Die Bus-Route richtet sich dann nach den jeweiligen Anfragen. Dabei bedient der Flexibus ein dichtes Haltestellennetz, bei dem die Fußwege zur nächsten Haltestelle in der Regel nicht mehr als 100 bis 150 Meter betragen. Weitere Informationen zum bestehenden Angebot gibt es telefonisch unter 08282/9902100 oder online unter www.unterallgaeu.de/oepnv oder www.flexibus.net. (mb)

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