Was geplant ist – Positive Bilanz 2018

Unterallgäu: Klimaschutz soll weiter vorankommen

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Die Aktualisierung des „Solarpotentialkatasters“ steht für dieses Jahr unter anderem auf dem Programm. Das ist hilfreich für alle, die sich für die Installation von Solaranlagen auf ihrem Hausdach interessieren.

Unterallgäu - Auch in diesem Jahr soll der Klimaschutz im Unterallgäu weiter vorangebracht werden. Klimaschutzmanagerin Sandra ten Bulte präsentierte dem Umweltausschuss des Unterallgäuer Kreistags, welche Maßnahmen heuer geplant sind. Für die Klimaschutzarbeit im vergangenen Jahr zog sie eine positive Bilanz.

Als neues Projekt sollen heuer unter anderem Videos gedreht werden, informierte ten Bulte. „Geplant sind mehrere kurze Spots, in denen verschiedene Leute Lust auf Klimaschutz machen.“ Die Beiträge, in denen Bürgermeister, Unternehmer oder Schüler zu Wort kommen sollen, sollen im Regionalfernsehen laufen. 

Ein weiteres größeres Vorhaben ist der Klimaschutzmanagerin zufolge die Aktualisierung des Solarpotentialkatasters. Dabei handelt es sich um ein Angebot für alle Bürger in Memmingen und dem Unterallgäu, die wissen möchten, ob sich ihr Hausdach für die Installation einer Solaranlage eignen würde. Dies kann unter www.energiewende-unterallgaeu.de für jedes Gebäude abfragt werden. 

Darüber hinaus sind in diesem Jahr unter anderem eine neue Vortragsreihe, eine Ausstellung zum Thema Moore sowie die Fortsetzung verschiedener erfolgreicher Projekte und Maßnahmen der vergangenen Jahre vorgesehen. So sollen beispielsweise auch 2019 der Wettbewerb „Bewegter Wandertag“, die Bildungsangebote „Prima Klima Kids“ und „Planspiel Energiespardorf“ sowie das Projekt „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ angeboten werden. Letztere Aktion, bei der Kommunen bei der Fachstelle für Klimaschutz Bäume bestellen können, sei 2018 wieder sehr gut angenommen worden, sagte Sandra ten Bulte. 40 Gemeinden hätten insgesamt rund 80 Bäume bestellt. 

Ferner seien im vergangenen Jahr zum Beispiel Infoabende für Bürger zu den Themen Photovoltaik und Elektromobilität veranstaltet worden. Schulleiter habe man über Möglichkeiten informiert, Energieeffizienz und Klimaschutz im Unterricht zu thematisieren. Außerdem seien mehrere Energieberatungen in Unternehmen durchgeführt worden. 

Kurz vor dem Abschluss stehe außerdem eine Studie zum Klimawandel im Unterallgäu, so die Klimaschutzmanagerin. Fertiggestellt wurde 2018 eine Energie- und CO2-Bilanz für den Landkreis und die einzelnen Gemeinden. Zur Erfolgskontrolle der Aktivitäten aller Verwaltungsbereiche beteilige sich der Landkreis Unterallgäu seit 2015 am European-Energy-Award, einem Qualitätsmanagementsystem für kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz. Der Landkreis wurde 2017 mit dem Award ausgezeichnet, es gibt jedoch eine noch höhere Auszeichnungsstufe, nämlich den Award in Gold. Um weitere Fortschritte in diese Richtung zu erzielen, sei im Energieteam ein neues Arbeitsprogramm verabschiedet worden, informierte Sanda ten Bulte. „Wir wollen auch in diesem Jahr unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten.“(MK)

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