Was tun bei Starkregen und Überflutung?

"Land unter" in Babenhausen: Einsatzkräfte üben gemeinsam den Katastrophenfall

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Babenhausen/Unterallgäu - Starkregen über mehrere Tage und zusätzlich große Wassermassen aus den Bergen bringen die Deiche in Babenhausen an die Belastungsgrenze – sie drohen zu brechen. Mit diesem Übungsszenario übte der Landkreis Unterallgäu am vergangenen Wochenende die Vorgehensweise im Katastrophenfall.

Um 8.30 Uhr sammelten sich gut 160 Helferinnen und Helfer der Feuerwehren Babenhausen, Winterrieden und Klosterbeuren, das Technische Hilfswerk vom Ortsverband Memmingen, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und die BRK-Wasserwacht am Feuerwehrgerätehaus Babenhausen. Zeitgleich wurden die Kreiseinsatzzentrale in Mindelheim sowie der Katastrophenschutzstab im Bunker des Landratsamtes Unterallgäu besetzt. Nach einer Erkundung durch ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr wurden die bereitstehenden Kräfte alarmiert. Es galt Sandsäcke zu befüllen und mit diesen den „aufgeweichten“ Deich nördlich von Babenhausen zu sichern.

Mit schwerem Gerät wurden die Sandsäcke an den Deich gebracht und dort durch die Helferinnen und Helfer ausgelegt. Auch ein „treibender Baum“ musste durch die Einsatzkräfte aus den „reißenden Fluten“ geborgen werden. Kurz nach 10 Uhr löste der Führungsstab im Landratsamt dann den sogenannten K-Fall aus. Während die Kräfte in Babenhausen weiter Sandsack um Sandsack auslegten, ging es im Planspiel des Landratsamtes bereits um den Einsatz der Bundeswehr zur Unterstützung der den Deich sichernden Kräfte sowie die Sicherstellung von Nachschub und Material.

Während Feuerwehr und THW Hand in Hand zusammen den Deich sicherten, mussten die Retter der DLRG und der Wasserwacht zwei „vermisste“ Helfer in der Günz suchen. Unterstützt wurden sie dabei durch das Drohnen-Team des THW Memmingen, welches mit der Drohne und einer Wärmebildkamera den Bereich überflogen.

Nach gut sechs Stunden intensiven Übens konnten die Arbeiten erfolgreich zum Ende gebracht werden. Im Rahmen der Nachbesprechung wird es eine Übungsauswertung geben. Insbesondere im Bereich Funk und Organisation sei nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte vor Ort noch Verbesserungspotential vorhanden. (mal)

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