331 Unterschriften gesammelt

Ein Hundespielplatz in Memmingen? Stimmen Sie ab!

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Heike Eßmann und Dietmar Auffurth präsentierten Oberbürgermeister Manfred Schilder die 331 gesammelten Unterschriften in dessen Amtszimmer im Rathaus (von links).

Memmingen - Bereits im November 2018 hatte Stadträtin Heike Eßmann (ÖDP) bei der Stadt die Schaffung eines Hundespielplatzes beantragt. Sie forderte im Interesse vieler Bürger, in den Memminger Parkanlagen beziehungsweise im Grüngürtel um die Stadtmauer ein Areal einzuzäunen, in dem Hundebesitzer ihre Vierbeiner ohne Leine laufen lassen können.

Bisher ist die Stadt dem Anliegen nicht nachgekommen, deshalb wollte Eßmann in Zusammenarbeit mit ÖDP-Kollege Dietmar Auffurth der Forderung jetzt Nachdruck verleihen. Gemeinsam starteten sie in Memmingen eine Unterschriftenaktion, bei der insgesamt 331 Unterschriften zusammenkamen. Diese präsentierten Eßmann und Auffurth nun Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder in dessen Amtszimmer im Rathaus. „Das entspricht 25 Prozent von allen 1.300 Hundebesitzern in Memmingen“, betonte Auffurth. Die Resonanz in der Bevölkerung sei ihm zufolge positiv – auch bei den Menschen, die keinen eigenen Hund besäßen. Ein wichtiger Punkt sei laut dem ÖDP-Politiker unter anderem auch die soziale Komponente – diese sei gerade für ältere Menschen von Bedeutung, die in der Stadtmitte wohnen. Sie hätten aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität oft nicht die Möglichkeit, ihre Hunde außerhalb der Stadt frei laufen zu lassen.

Oberbürgermeister Schilder versprach, das Thema am folgenden Tag mit in die anstehende Diskussion des II. Senats zu nehmen, kündigte allerdings schon im Vorfeld an, dass die Karten für den Hundespielplatz eher schlecht stünden. Schilders Begründung: „Die Grünflächen sind sehr begrenzt und wertvoll, daher sollen sie so vielen Menschen wie möglich dienen. Auch denen, die keinen Hund haben.“ Durch eine Einzäunung zugunsten der freilaufenden Tiere sei dies dem Rathaus-Chef zufolge nicht gegeben.

Eßmann, die selbst einen Dackel hat, schlug das grüne Areal „Am Kuhberg“ als geeigneten Platz vor: „Das könnte man einzäunen“, so die Stadträtin. Aufgrund einer Baustelle sei der Bereich momentan ohnehin gesperrt „und da stört es ja auch keinen, dass es gerade nicht für alle nutzbar ist“, so die Hundebesitzerin. Es bleibt abzuwarten, wie der Stadtrat sich letztendlich entscheidet.(jz)

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