OB veranstaltet Bürgerversammlung für Senioren im Rathaus

„Haben die Stadt mit Senioren-Augen im Blick“

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Gut besucht war die Senioren-Bürgerversammlung in der Memminger Rathaushalle.

Memmingen - Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder lud kürzlich alle Seniorinnen und Senioren zur Bürgerversammlung ins Rathaus ein. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in seiner bisherigen Amtszeit. Informiert wurden die Besucher neben der städtischen Finanzsituation über die wichtigsten Belange sowie anstehende Maßnahmen der Stadt. Im Fokus standen ebenso Angebote und Dienstleistungen, die einen möglichst langen Verbleib der Senioren in der eigenen Wohnung ermöglichen.

„Es ist gut so, dass der Seniorenbeirat immer wieder auf die Belange der Senioren aufmerksam macht, den Finger in „Wunden“ legt und zeigt, wo Abhilfe geschaffen werden muss“, betonte Schilder in seinem Eingangsstatement. „Der Stadt geht es insgesamt gut, das Steueraufkommen der Kommune ist positiv“. Der Haushalt zum Vorjahr weise eine Steigerung um 3,3 Prozent auf. Doch er begründete auch, wofür die durchaus erfreulichen Einnahmen gebraucht werden. So müssten beispielsweise Menschen, die zu uns kommen, untergebracht werden. Bezahlbarer Wohnraum sei knapp und stelle die Stadt vor große Herausforderungen. Dabei dürften andere Dinge nicht vernachlässigt werden. Er zählte all die vielen „Baustellen“ auf, die immer wieder viele Millionen Euro an Investitionen erfordern. „Wir, der Seniorenbeirat der Stadt, erheben für die älteren Bürgerinnen und Bürger unsere Stimme und haben die Stadt mit Senioren-Augen im Blick“, betonte indes deren Vorsitzender, Armin Brandt. Neben einem kurzen Rechenschaftsbericht, in dem er auf die verschiedenen Aktionen und Informationsveranstaltungen wie beispielsweise zur Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer, einer Fachtagung zu Wohnmöglichkeiten, oder einer Fortbildung „Beratung in Altersfragen“ hinwies sowie auf Anfragen zu einer Geschwindigkeitsmessung am Hühnerberg, bessere Ausleuchtung von Unterführungen oder die Oberflächen-Beschaffenheit von Fußwegen sowie auf die Instandsetzung und Neuaufstellung von Ruhebänken einging, hob Brandt die bisher gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat hervor, mit dem es zahlreiche Schnittpunkte gebe. Bereits seit Januar 2016 sei der Seniorenbeirat Memmingen zudem Mitglied in der Landes Senioren-Vertretung Bayern (LSVB). Erinnert wurde an das Projekt „Haus der Senioren“ oder „Mehrgenerationen-Haus“. Ein beträchtlicher Teil der älteren Bevölkerung möchte seinen Lebensabend möglichst lange in der eigenen Wohnung verbringen. Ohne fremde Hilfe von außen ist dies oft kaum machbar. Der Leiter der Seniorenfachstelle der Stadt, Wolfgang Prokesch, stellte dazu einen ganzen Katalog an Möglichkeiten vor ,über die sich Interessierte jederzeit über die Seniorenfachstelle informieren können. Von: „Wer geht mir zu Hause zur Hand. – Wer unterstützt mich bei schriftlichen Angelegenheiten. – Wie funktionieren Nachbarschafts- oder Einkaufshilfen? – Wie finde ich Mahlzeitendienste & Mittagstische, oder wie komme ich an Informationen über ambulante Pflegedienste, Haushaltshilfen oder Hausnotrufe bis zu Informationen über Tagespflege und Kurzzeitpflege und einiges mehr. In der anschließenden Diskussion bemängelten einige der Besucher erneut die schlechte Ausstattung der Stadt mit öffentlichen Toiletten, kritisierten das aufbringen von Split zur Ausbesserung von Straßen wegen Beeinträchtigungen für Rollstuhl- und Fahrradfahrer und bemängelten an der Unterführung am Unteresch vermeintlich irreführende Verkehrsschilder. (jw)

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