Verein Partnerschaft Dritte Welt e.V. feiert sein 40-jähriges Jubiläum

Engagement für eine bessere Welt

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Freuten sich über das Vereinsjubiläum (von links): Vereinsvorsitzender Georg Jutz, Geschäftsführerin Petra Beer, Thomas Hoyer vom Lieferanten dwp eG, Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und die evangelische Dekanin Claudia Schieder.

Memmingen – Auf 40 Jahre Partnerschaft mit den Ländern des Südens konnte der Verein Dritte Welt e.V. am vergangenen Wochenende zurückblicken. Nur eine ehrliche und echte Partnerschaft mit diesen Ländern könne eine dauerhafte Grundlage für den Weltfrieden sein, erläutert der Vorsitzende des Vereins, Georg Jutz.

Diesen Gedanken in das Bewusstsein der Bürger zu bringen sei die vordringlichste Aufgabe dieser Gemeinschaft. Eine weitere wichtige Entscheidung sei es gewesen, Entwicklungsprojekte in den südlichen Ländern zu unterstützen. So seien in den vergangenen zehn Jahren 80.000 Euro aus den Überschüssen der beiden Weltläden in Memmingen und Bad Grönenbach an Entwicklungsprojekte, hauptsächlich im Gesundheits- und Bildungsbereich, überwiesen worden. 

Bei Waren aus fairem Handel bekämen die Produzenten einen besseren Preis und dies würde ihre Lebenssituation deutlich verbessern, so Jutz. Der Vorsitzende dankte in seiner Ansprache der Stadt Memmingen für die hervorragende Kooperation in den vergangenen 40 Jahren. In einem kurzen Referat über die Geschichte des Vereins erzählt er, dass es gerade einmal sieben Mitglieder gewesen sind, die im September 1977 den Verein gegründet haben. Bereits ein paar Wochen später - am 12. November - konnte man dann schon den ersten Weltladen in der Schlossergasse offiziell eröffnen. 1982 habe man die Vereinsführung und die Ladenführung aus organisatorischen Gründen geteilt. 1996 wurde die Geschäftsführung dann Petra Beer übertragen und bereits ein weiteres Jahr später konnte man in den neuen Laden in der Unteren Bachgasse einziehen. Damals fand auch die Umbenennung in Weltladen Memmingen statt.

 Weitere wichtige Stationen seien 2005 die Eröffnung des „Eine Welt Laden“ in Bad Grönenbach gewesen, der sich sehr bewährt habe, und in 2008 konnte man den Memminger Weltladen nach vorn zum Weinmarkt hin vergrößern, was auch der Attraktivität sehr gut getan hat. Oberbürgermeister Manfred Schilder bedankte sich bei den Verantwortlichen für das „Engagement für eine bessere Welt“. „Das Leben lebenswerter machen ist keine Selbstverständlichkeit und wir stehen in der Verantwortung, unseren Reichtum zu teilen“, so das Stadtoberhaupt. 

Gerade der Platz hier gegenüber der Kramerzunft habe symbolische Bedeutung. Auch die Bauern wollten mit ihren 12 Artikeln im Jahr 1525 die Welt verbessern, so Schilder. Thomas Hoyer vom Produzenten dwp zeigte sich anschließen sehr beeindruckt und bezeichnete es als ein herausragendes Beispiel, wie der Memminger Weltladen geführt wird. Gerade in unserer Zeit sei dies eine große Leistung und ein wichtiger Beitrag für die Welt von morgen. Produkte aus fairem Handel seien eine Alternative zum konventionellen Handel und bedeuteten eine Verbesserung für die Kleinproduzenten der südlichen Länder. Fair Trade sei visionär und ein Gegengewicht zum aktuell grasierenden populistischen politischen Klima weltweit. 

Nach dem Segen der beiden Dekane gab es Kaffee und Tee aus dem Sortiment des Weltladens, eine Tombola mit vielen attraktiven Preisen und die Kinder konnten selbst kreierte Buttons herstellen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Markus Noichl mit seiner Trommlergruppe. (ew)

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