Verkehrskonferenz am Allgäu Airport Memmingen

Eine ganze Reihe an Forderungen

+
Den Fragen der Konferenzteilnehmer stellten sich: Staatsministerin Ilse Aigner, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Bahn-Konzernbevollmächtigter Klaus-Dieter Josel und Eberhard Rotter, der Verkehrspolitische Sprecher der CSU-Landtagsfraktion (von links).

Memmingerberg – Auf Initiative der CSU Schwaben fand am Allgäu Airport eine Verkehrskonferenz mit schwäbischen Landtagsabgeordneten und einigen Vertretern der Wirtschaft statt. Als Hauptredner sprachen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Bayerns Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Ilse Aigner.

Auch die hohe Verkehrsbelastung am Autobahnkreuz A7 Memmingen kam bei der Verkehrskonferenz zur Sprache.

„Schwaben zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands und braucht eine zukunftsfähige Infrastruktur“, sagte der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek bei der Verkehrskonferenz am Allgäu Airport. Damit auch Memmingen und der Landkreis in Zukunft erfolgreich bleiben, müsse die Verkehrsinfrastruktur weiter konsequent ausgebaut werden. „Dafür wollen wir alle Verkehrsträger in der Region stärken“, so Holetschek. Hierzu wurde ein Positionspapier verabschiedet, welches dem schwäbischen Straßen-, Schienen- und Luftverkehr Rechnung trägt. 

Darin enthalten sind einige Forderungen aus der Region an die bayerische Staatsregierung: Der zügige sechsspurige Ausbau der A7 vom Autobahnkreuz Memmingen bis zum Autobahndreieck Hittistetten, die Ortsumfahrungen an der B300 sowie die Illertal Regio-S-Bahn mit Haltestellen im Raum Memmingen tauchen darin auf. Gerade die neuen Bahnhaltepunkte in Verbindung mit einem Buslinienkonzept würden laut Holetschek zu einer deutlichen Qualitätssteigerung des ÖPNV für das westliche Allgäu und die Stadt Memmingen führen – positive Auswirkungen auf das gesamte System der geplanten Regio-S-Bahn Donau-Iller inklusive. 

Die Forderung nach einer Elektrifizierung der Bahnstrecken ist angekommen: „Wir sind es dem Allgäu schuldig, dass in dieser Richtung etwas getan wird“, sagte Ilse Aigner. „Ich bekenne mich zum Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) im Freistaat.“ Bis 2020 solle Bayern dafür die Anschaffung von 2.000 Bussen fördern. „Wir sollten das Auto nicht verteufeln“, sagte dagegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Dabei bekenne er sich ebenfalls zum Ausbau der Schiene. „Wir wollen bis zum Jahr 2030 die Zahl der Bahnkunden verdoppeln.“ Das Verkehrsministerium setze zudem große Erwartungen in die Entwicklung alternativer Antriebssysteme wie die Hybrid- und Wasserstofftechnologie. 

Ein wichtiges Infrastrukturprojekt für ganz Bayern ist der Allgäu Airport. Der Flughafen ist auf Wachstumskurs, die Zahl der Passagiere steigt kontinuierlich. Für 2018 wird mit mehr als 1,4 Millionen Reisenden gerechnet. Der Ausbau wie etwa die Verbreiterung der Start- und Landebahn von 30 auf 45 Meter ist beschlossen. Im Positionspapier der Verkehrskonferenz Schwaben enthalten ist dafür auch eine Beteiligung des Freistaates Bayerns an der Flughafen Memmingen GmbH. Die Mehrkosten des Ausbaus sollen vom Freistaat anteilsmäßig mitgetragen werden. (jw)

Auch interessant

Meistgelesen

Der Eiserne Steg wird abgerissen
Der Eiserne Steg wird abgerissen
Memmingen: Eiserner Steg weicht neuem Übergang
Memmingen: Eiserner Steg weicht neuem Übergang
Neu entwickeltes Samensammelgerät Wiesefix „kopiert“ Wiesen
Neu entwickeltes Samensammelgerät Wiesefix „kopiert“ Wiesen
Zwei neue Ausstellungen in der MEWO Kunsthalle eröffnet
Zwei neue Ausstellungen in der MEWO Kunsthalle eröffnet

Kommentare