Stellungnahme der ÖDP zum Bauernverband

Verzicht auf Blühstreifen sei „Trotzreaktion“

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Unterallgäu – Nach dem Erfolg des Volksbegehrens zur Artenvielfalt will der Kreisverband Unterallgäu des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) den Landwirten in Zukunft empfehlen, keine Blühstreifen mehr auf freiwilliger Basis anzulegen. Die ÖDP im Unterallgäu bezeichnet dies als „Trotzreaktion“.

Mit dieser Ankündigung stelle der Verband unter Beweis, „dass freiwillige Maßnahmen den Artenschutz nicht voranbringen, sondern endlich gesetzlich verpflichtende Regeln in Kraft treten müssen“, schreibt die Kreisvorsitzende der ÖPD, Gabriela Schimmer-Göresz in einer Stellungnahme. Ihrer Ansicht nach stelle sich der Unterallgäuer Bauernverband mit dieser Ankündigung gegen den eigenen Verband. Sie verweist dabei auf die Aktion „Bayern blüht auf“ des Bayerischen Bauernverbandes. Dieser ruft seine Mitglieder im Internet dazu auf, im Jahr 2019 möglichst viele Blühstreifen und Blühflächen anzulegen.

Schimmer-Göresz stellt darüber hinaus den Nutzen von Blühstreifen allgemein in Frage: „Das Bundesamt für Naturschutz hat im Agrarreport 2017 ganz klar festgestellt, dass von den Blühstreifen kein Nutzen für den Erhalt der bedrohten Insektenarten ausgeht“, schreibt die Kreisvorsitzende.

Dass nicht nur die Landwirtschaft, sondern alle Bereiche ihren Beitrag zum Artenschutz leisten müssten, sei unbestritten. Hier seien nach Ansicht der ÖDP allerdings die Bundesregierung sowie die europäische Agrarpolitik in der Pflicht. (MK)

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