Vollversammlung bestätigt Vorsitzende im Amt

FDP strukturiert Vorstand um

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Stadtrat Werner Walcher mit (von links) dem neu gewählten FDP-Kreisvorstand, stellvertretender Vorsitzender Sebastian Baumann, Vorsitzende Heike Schalk und stellvertretender Vorsitzender Burghard Frick. Es fehlt stellvertretender Vorsitzender Dirk Grube.

Memmingen – Der FDP-Kreisveband Memmingen hat bei seiner Vollversammlung den Vorstand neu gewählt und leicht umstrukturiert. Neben der wiedergewählten Vorsitzenden Heike Schalk gibt es nun drei gleichberechtigte Stellvertreter. Dazu gewählt wurden Sebastian Baumann, Burghardt Frick und Dirk Grube.

Die Kreisvorsitzende Heike Schalk blickte zunächst auf das vergangene Jahr zurück. Ein tragisches Ereignis sei der Tod des langjährigen Landtagsabgeordneten Winfried Wachter gewesen. Sie selbst habe ihn als einen sehr umgänglichen Menschen erlebt. Er sei für zwei Generationen für die FDP im Landtag gesessen und so etwas wie eine Institution geworden. Wachter sei Vorbild gewesen und habe bis ins hohe Alter die jungen Menschen unterstützt. Auch habe er Jahrzehnte seines Lebens der Münchner Steuerkammer gewidmet und dort wegweisende Veränderungen in Steuerangelegenheiten in Bayern erwirkt. Das Jahr 2017 begann dann mit dem Tod des Memminger Oberbürgermeisters, Markus Kennerknecht. Schalk beschrieb dies als eine schwierige Zeit, weil man trotz aller Trauer in einen weiteren Wahlkampf ziehen musste. Mit dem neu gewählten Bürgermeister Manfred Schilder habe der Kreisverband Memmingen dann im Frühjahr die erste Veranstaltung, einen Vortrag über Städtebau in Bezug auf das neu zu erschließende Bahnhofsareal, durchgeführt. Diese neutrale städtebauliche Sichtweise sei für alle sehr aufschlussreich gewesen, so Schalk weiter. Bei der zweiten Veranstaltung habe man die Firma Heizungsbau Müller besucht und sich das Konzept der Wärme- und Kältetechnik erklären lassen. Im August habe man sich dann in den Wahlkampf gestürzt, der erfreulicherweise sehr erfolgreich gewesen sei. Schalk freute sich, dass „unser Kandidat“ Stefan Thomae ein Mandat im Bundestag erringen konnte. Seit Oktober gebe es auch wieder jeden zweiten Mittwoch im Monat den Stammtisch mit Stadtrat Werner Walcher.

Kommunalpolitik

Walcher sprach im Anschluss ein paar Worte zur Kommunalpolitik. Zu Beginn freute er sich, dass ein „ausgewiesener FDP-Fan“ Geburtstag hat und meinte damit Alt-OB Dr. Ivo Holzinger, den er sehr schätze. „Wollen wir hoffen, dass es mit dem Neuen auch einigermaßen geht“, fügte Walcher schmunzelnd hinzu. Das große Damoklesschwert über dem Stadtrat sei in jedem Jahr der Finanzhaushalt. Die vielen Sanierungsposten lassen keinen großen Spielraum zu und wirken wie Handfesseln, so Walcher. Bei den Schulrenovierungen moniert der Stadtrat, dass die EDV-Anlagen bereits veraltet seien bis man sie installiert habe. Dies und auch die Erhaltung der Stadtmauer seien finanziell ein Fass ohne Boden. Beim Dauerthema ÖPNV gebe es das Problem, dass man Busverträge mit Laufzeiten von bis zu zehn Jahren habe, die auch eingehalten werden müssen. Trotzdem sei der ÖPNV sehr wichtig, um den Menschen in ländlicher Struktur eine gute Anbindung an die Stadt zu bieten. Offen sei im Stadtrat noch das Thema Bürgerbüro, ein Antrag, den die SPD/FDP-Fraktion stellte und der auf einer Anregung des verstorbenen Oberbürgermeisters Markus Kennerknecht basiert. Beim Thema Baugebiet nördlich des Waldfriedhofs kritisiert Walcher, dass die Mewo den Zuschlag erhielt. In dem Baugebiet sind 25 Prozent sozialer Wohnungsbau festgeschrieben. Allerdings betrage die Sozialbindung, also die Zeit, wie lange die Wohnungen bei der Miete günstig sein müssen, bei der MEWO nur drei bis fünf Jahre. Bei der Siebendächer Baugenossenschaft betrage ist die Sozialbindung 25 Jahre und dabei würden beide gleich subventioniert, so Walcher. (ew)

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