Stadtrat lehnt „Hundefreunde“-Antrag ab

Memmingen: Keine Freilauffläche für Hunde in der Stadt

Rückseite des Antonierhauses in Memminen.
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Auf der Rückseite des Antonierhauses hin zum Westertorplatz gibt es bereits eine eingezäunte Fläche, die als Freilauffläche für Hunde dienen sollte. Der zuständige Ausschuss hat das nun mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Memmingen - Der Finanz- und Hauptausschuss der Stadt hat in seiner Sitzung vom vergangenen Mittwoch den Antrag der „Hundefreunde Memmingen e.V.“, eine Freilauffläche für Hunde einzurichten, mehrheitlich abgelehnt.

Der Verein hatte beantragt, versuchsweise bis Ende Oktober eine entsprechende Fläche zentrumsnah für Vierbeiner einzurichten, auf der die Hunde ohne Leinenzwang unterwegs sein können. Danach sollte das Versuchsprojekt ausgewertet werden. Zunächst wurde der Hubergarten dafür ins Gespräch gebracht, in weiteren Verhandlungen mit der Stadt dann jedoch die eingezäunte, etwa 350 Quadratmeter große Freifläche zwischen Antonierhaus und Westertorplatz vorgeschlagen.

Diese Fläche ist wegen der Einzäunung ohnehin nicht für die Allgemeinheit zugänglich und hätte darüber hinaus auch den Vorteil gehabt, dass keine neue Einzäunung hätte finanziert werden müssen. Die Stadtverwaltung zeigte sich bereits Anfang Februar aus verschiedenen Gründen skeptisch. Unter anderem hatten sich Anwohner dagegen ausgesprochen. Sie befürchteten nicht nur eine Lärmbelästigung, sondern auch Geruchsbelästigungen. Der Verein wollte sich um die Freilauffläche verbindlich kümmern und auch die geplanten Öffnungszeiten mit Mittagsruhe zwischen 12 und 14 Uhr sowie einer abendlichen Schließung ab 20 Uhr kontrollieren.

Andere Lösung suchen

In der Debatte über den Antrag lehnte auch Gottfried Voigt, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, der sich im Februar noch als Hundefreund und Befürworter zeigte, das Gelände auf der Rückseite des Antonierhauses als ungeeignet ab. Er schlug vor, das Thema auf später zu verschieben und möglicherweise im Rahmen einer Landesgartenschaubewerbung erneut eine geeignetere Lösung zu suchen. Auch der Hinweis, dass es sich vorerst um einen zeitlich befristeten Versuch handele, nutzte nichts: Der Ausschuss lehnte mit knapper Mehrheit auch die versuchsweise Einrichtung der Freilauffläche ab. Heike Essmann, Mitbegründerin des Vereines „„Hundefreunde Memmingen e.V.“ und Stadträtin der ödp, kündigte an, sich weiterhin mit der Stadtverwaltung zu beraten, um möglicherweise ein besseres Gelände für das Vorhaben zu finden.

Aktuell sind in der Stadt etwa 1600 Hunde angemeldet, im zentrumsnahen Altstadtbereich leben derzeit 129 Hundehalter/innen mit insgesamt 139 registrierten Hunden. (to)

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