Mit Brigitte Protschka ist erstmals eine Frau an der Spitze

Vorstandswahlen bei der AWO Schwaben: Edmund Güttler ist wieder im Präsidium

Portraitfoto von Edmund Güttler von der AWO Schwaben.
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Edmund Güttler ist bei der AWO-Bezirkskonferenz wieder als Mitglied des Präsidiums der AWO Schwaben gewählt worden.

Memmingen/Schwaben - Die Corona-Krise hat das Vereinsleben auch bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben schwer durcheinandergebracht. Erstmals in der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte fand eine schriftliche Bezirkskonferenz mit Neuwahlen statt. Satte 94 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich an der rechtssicher begleiteten Briefwahl und legten Edmund Güttler wieder als Mitglied des Präsidiums fest.

Der langjährige Vorsitzende der Memminger Kreis-AWO, der 25 Jahre lang die drei AWO-Seniorenheime, eine Sozialstation und ein Betreutes Wohnen in Memmingen hauptamtlich geleitet hatte, zog erstmals 2012 in das Gremium ein. Im Rahmen seiner erneuten Kandidatur ließ er wissen: „Ich stehe zu 100 Prozent hinter den Werten der AWO und möchte gerne an der Weiterentwicklung mitarbeiten.“

Zur Präsidiumsvorsitzenden wurde Brigitte Protschka (Kaufbeuren-Ostallgäu) gewählt. Damit steht erstmals eine Frau – die übrigens auch stellvertretende AWO-Landesvorsitzende ist - an der Spitze der AWO Schwaben. Sie löst Dr. Heinz Münzenrieder (Augsburg-Stadt) ab, der nach 35 Jahren Amtszeit auf eigenen Wunsch zurücktrat und nun von den Delegierten zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Seine Bilanz nach mehr als drei Jahrzehnten: „Ich bin ganz zufrieden, was wir zusammen erreichen konnten. Wir stehen solide auf zwei Beinen: den rund 3.000 Hauptamtlichen und den ebenso vielen Ehrenamtlichen.“ Protschka stehen außerdem mit Petra Fischer (Augsburg-Land), Paulus Gruber (Dillingen) sowie Horst Winter (Neuburg a.d. Donau) drei Stellvertreter zur Seite. Die neue Vorsitzende hat die Zukunft des eigenen Verbandes fest im Blick. Die Freude am Ehrenamt müsse wieder befeuert werden, wobei Ehrenamt aber auch vereinbar mit Beruf und Familie sein müsse, sagt sie. Die AWO Schwaben ist zudem mit 24 Seniorenheimen, über 40 Kinderbetreuungseinrichtungen, zwei Suchtkliniken, einem großen Zentrum für junge Menschen mit Behinderungen und diversen Beratungsstellen gut aufgestellt. Dazu Protschka: „Wir werden uns wappnen müssen, um unsere Zukunft auch wirtschaftlich zu sichern. Miteinander müssen zudem neue Wege gefunden werden, um dem in allen Bereichen bestehenden Personalmangel entgegenzuwirken. Und unsere Einrichtungen sind mit Blick in die Zukunft bereits jetzt so auszustatten, dass wir mit Krisen wie Corona, dem Klimawandel und der Personalnot so zurechtkommen, dass die hervorragende Betreuungsqualität erhalten bleibt.“ (MK)

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