Bei fingierter Übergabe

Waffenkäufer durch Spezialeinsatzkommando festgenommen

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Die beim Beschuldigten sichergestellten Gegenstände.

Unterallgäu - Auf Antrag der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern erging bereits gestern Haftbefehl gegen einen 49-Jährigen, der versucht hat, über das Darknet Schusswaffen und Schalldämpfer zu erwerben.

Nach langwierigen Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen, weiterer Polizeibehörden und der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern wurde am 21. August ein 49-jähriger Waffeninteressent bei einer fingierten Waffenübergabe im Bereich Bad Grönenbach durch ein Spezialeinsatzkommando der Bayerischen Polizei widerstandslos vorläufig festgenommen. Der Beschuldigte soll sich über einige Monate im Darknet um den Kauf mehrerer illegaler Handfeuerwaffen mit Schalldämpfer und Munition bemüht haben.

Der aus dem Bereich Augsburg stammende Deutsche hatte einen höheren vierstelligen Bargeldbetrag bei sich. Damit wollte er nach derzeitigem Ermittlungsstand die georderten Waffen bezahlen. Das Bargeld wurde zur Vorbereitung der Einziehung beschlagnahmt. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung und des Fahrzeugs des Beschuldigten fanden die Beamten im Pkw eine Faustfeuerwaffe mit Schalldämpfer und Munition. Da der Beschuldigte für diese Waffe keine Erlaubnis hatte, wurde sie sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der nicht vorbestrafte IT-Angestellte hat sich zu den Tatvorwürfen geäußert. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen jedoch keine Hinweise auf mit den bestellten Waffen geplante weitere Straftaten vor. Auf Anordnung der Zentralstelle Cybercrime Bayern wurde der Beschuldigte am 22. August dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt. Dieser erließ gegen ihn einen Untersuchungshaftbefehl wegen Verdunkelungsgefahr. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in einer Justizvollzugsanstalt. Ihm liegen Verstöße gegen das Waffengesetz zur Last. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren vor.

Weitere Angaben können laut Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden. (MK)

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