Walderlebniswandern im Rahmen des Netzwerkes "Junge Eltern"

Der Wald als Spielzimmer

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Künstler am Werk – aus Naturmaterialien wird ein Smiley kreiert.

Unterallgäu - Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Mindelheim bietet im Rahmen des Netzwerkes "Junge Eltern/Familien" Veranstaltungen zum "Sinn"-vollen Walderlebniswandern für junge Eltern und ihre Kinder in Zusammenarbeit mit der Erlebnisbäuerin und Waldpädagogin Martina Veit an.

"Der Wald ist eine große Schatztruhe und eigentlich das schönste Spielzimmer", stellte Erlebnisbäuerin und Waldpädagogin Martina Veit bereits zu Beginn des Walderlebniswandertages in Mindelheim fest. In einer Jägerfamilie aufgewachsen, entdeckte sie schon früh ihre Liebe zum Wald, zu Pflanzen und Tieren. Heute gibt sie diese Begeisterung gern durch Waldführungen und erlebnisorientierte Angebote auf ihrem Bauernhof an jede Generation weiter. Das Walderlebniswandern in Mindelheim war nur eine von vielen Veranstaltungen im Rahmen des Netzwerkes Junge Eltern / Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, die vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Mindelheim und Memmingen durchgeführt werden. Martina Veit führte die kleinen Abenteurer mit einem bunten Programm über Stock und Stein durch den Mindelheimer und Buxheimer Wald. Mit flotten Liedern auf den Lippen ließen es sich die Kleinen (und auch ihre Mütter) nicht nehmen, Flüsse, Sträucher, Steine und Schnecken zu begutachten. Jedes Kind hatte dabei einen anderen Entdeckungs-Auftrag zu erledigen – etwas Grünes oder Rotes, etwas Spitzes oder Zackiges oder etwas ganz anderes zu sammeln. Um die dafür benötigten Sinne zu aktivieren, wurden zunächst alle Organe wachgeklopft. Dabei zog jeder selbstverständlich nur an seinen eigenen Ohren. Den Wald genießen, respektieren und den Kindern zugänglich und "be-greif-bar" machen, sind die Ziele der Waldpädagogin. Aber auch die Gefahren und Bedürfnisse des Waldes und der Tiere sollen den Kindern bewusst werden. Auch im Wald herrschen "Benimmregeln im Wald" wie: "Schauen und NICHT schreien", "Schleichen und NICHT trampeln", "Beobachten und NICHT stören". Welche Tiere im Wald leben, was sie fressen, welche Bäume es gibt und wie sich Moos oder ein Haselnussstrauch anfühlt, welche Geräusche man im Wald hört und vor allem wie toll es spritzt, wenn man einen Stein ins Wasser wirft – all diese Dinge zeigten sich entlang des Wanderweges. Bei so viel Bewegung an der frischen Waldluft darf eine Pause mit einer gesunden gemeinsamen Brotzeit natürlich nicht fehlen – bei strahlendem Sonnenschein schmecken die Gemüsesticks noch viel besser als zu Hause vor dem Fernseher. Am Schluss durften sich alle noch als Naturkünstler betätigen und einen Smiley aus Blättern und Steinen basteln. Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Abstecher zum Insektenhotel im Naturlehrgarten. "Es ist unglaublich, was die Kinder alles wahrnehmen", bemerkt eine Mutter erstaunt darüber, dass ihr Kind alle zwei Schritte wieder anhält, um etwas Neues zu bewundern wie einen Tannenzapfen oder ein Schneckenhäuschen. Nach diesem Abenteuer dürfte der Wald sein dunkles und unheimliches Image, das er durch viele Märchen hat, für die Kinder verloren haben. Und letztlich zeigte sich an diesem Tag einmal mehr, dass es für die Kleinen fast nichts Schöneres gibt, als einen Stein ins Wasser plumpsen zu lassen. Die Eltern wiederum genossen den Spaziergang an der frischen Waldluft zur Entspannung – so war es ein Genuss für die ganze Familie. (MK)

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