Verdachtsmomente erhärtet

Weitere Ermittlungen wegen Tierschutzverstößen in Bad Grönenbach

Auf einem Hof in Bad Grönenbach wurden am Freitag strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzrecht durchgeführt.
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Auf einem Hof in Bad Grönenbach wurden am Freitag strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzrecht durchgeführt.

Bad Grönenbach/Unterallgäu - Die Staatsanwaltschaft Memmingen leitete Ermittlungen wegen des Verdachts von Verstößen gegen Tierschutzvorschriften auf einem weiteren milchwirtschaftlichen Betrieb in Bad Grönenbach ein. Auch in diesem Fall ermittelt die Sonderkommission des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Bei dem Betrieb wurden im Rahmen von Begehungen durch Amtstierärzte des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Kreisverwaltungsbehörden Feststellungen getroffen, die „mit dem Tierwohl nicht vereinbar sind und möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnten“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Polizei.

Nachdem die Memminger Staatsanwaltschaft davon Kenntnis erlangte, leitete sie strafrechtliche Ermittlungen ein, um die Feststellungen der Amtstierärzte näher zu beleuchten. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Memmingen erließ Durchsuchungsbeschlüsse, welche sich auf zwei Betriebshöfe und drei Wohnanwesen erstreckten. Ziel der am Freitag vollzogenen Beschlüsse ist die Erkenntnisgewinnung hinsichtlich Organisation, Aufgabenverteilung und weiteren betriebsinternen Verantwortlichkeiten. Hierbei werden be- und entlastende Tatsachen erhoben. Deswegen wurden beispielsweise Unterlagen und elektronische Dateien sichergestellt.

„Die Auswertung der heutigen Durchsuchungen dauert an und wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Zunächst müssen die Unterlagen gesichtet, geordnet und bewertet werden“, sagt Michael Haber, Leiter der Sonderkommission beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, welche auch die Ermittlungen gegen einen anderen Milchviehbetrieb wegen Verstößen gegen das Tierwohl bearbeitet. „Nach der Bewertung der Unterlagen werden sie priorisiert ausgewertet“, ergänzt der Kriminaldirektor. Seine 30-köpfige Sonderkommission wurde bei den Durchsuchungen von weiteren Polizeibeamten unterstützt, weswegen rund 50 Polizeibeamte, zwei Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Memmingen und zwei Amtstierärzte des LGL im Einsatz waren.

Wie berichtet, war am Mittwoch ein weiterer Hof, ebenfalls in Bad Grönenbach, ins Visier geraten. Allerdings lägen in diesem Fall noch keine ausreichenden Verdachtsmomente vor. Der Betrieb war von Vertretern des LGL und des Unterallgäuer Veterinäramtes einer Betriebsprüfung unterzogen worden. (MK/es)

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