Berichte von einer Weltreise - Ankunft in Nepal

Auf dem Dach der Welt

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Nach anfänglicher Skepsis entschloss sich Julia doch zu einem Bad mit den Elefanten - und hat es ebenso genossen, wie die Dickhäuter...

Nepal - Die Abitu­rientin Julia Stetter berichtet für den Memminger KURIER von ihrer Weltreise. Mittlerweile ist Julia in Nepal gelandet. Mit Zug, Jeep und Bus hat sie endlich die Grenze zu Nepal erreicht.

Lumbini ist dann die erste Stadt nach der Grenze. Dort ist auch ein sehr bekannter Park, in dem Tempel von allen Religionen stehen. Es war faszinierend all die verschiedenen Tempel an einem Ort zu besichtigen. Ein Priester hat mir ein kleines Band um den Arm gebunden und dazu ein Gebet gesprochen, welches Glück bringen soll. Solche spirituellen Erfahrungen berühren mich jedes Mal sehr. Von Lumbini aus sind wir am selben Tag weiter nach Chitwan gefahren. Am nächsten Tag habe ich morgens an der Tour teilgenommen und mich für die Elefanten Safari am Nachmittag entschieden. Nach einer Bootsfahrt in einem ausgehöhlten Baumstamm und einer Tour durch den Nationalpark sind wir am Ende dann noch zu einem Elefanten Breeding Center gefahren. Alle dachten, dass es die Elefanten da schön haben und gut gepflegt werden, sich fleißig vermehren und nur erzogen werden, um als Lastenträger zu arbeiten. Leider alles falsch. Die armen Tiere werden dort mit Ketten an beiden Füßen gefesselt, anstatt einen vernünftigen Zaun zu bauen. Auch haben die Pfleger die Tiere nicht gut behandelt, sondern mit Schlägen und sogar einem Eisenhaken gequält. Keine schöne Erfahrung. Zurück im Hotel konnte man dann mit Elefanten im Fluss schwimmen. Nach der schlechten Erfahrung im Breeding Center habe ich das allerdings verweigert, weil ich mich nicht bei dieser Tierquälerei beteiligen möchte. Als ich dann aber gesehen habe, dass die Elefanten Besitzer haben, die das Tier nur mit Zurufen und Befehlen und leichtem Berühren mit einem Stock, um die Richtung vorzugeben, kontrollieren und die Elefanten Spaß an dem Bad im kühlen Nass des Flusses haben, habe ich mich dann doch für ein Bad mit dem Elefanten entschieden. Es war echt toll, so ein riesiges Tier so nah zu fühlen und ich habe mich sehr sicher gefühlt. An der Elefanten Safari am Nachmittag habe ich nicht teilgenommen, da mich die Ver­hältnisse vom Vormittag schockiert haben und ich so etwas nicht unterstützen möchte. Bei der Safari saßen vier Touristen und außerdem ein Führer auf dem Elefanten, der das Tier mit dem Eisenhaken und Schlägen brutal gesteuert hat. Einen Tag später fuhren wir weiter nach Pokhara, eine kleine und überschaubare Stadt. Ich bin morgens dann um 4 Uhr aufgestanden und auf einen Berg gefahren und das letzte Stück gewandert, um mir den Sonnenaufgang anzusehen. Die Aussicht war beeindruckend. Nach der langen Fahrt nach Kathmandu haben wir hier den Affentempel besichtigt, der hoch über der Stadt liegt. Die Religion hat für die Menschen hier eine sehr große Bedeutung und ist auch im Alltag sehr präsent. Überall stehen kleine Altare und der Glauben wird sehr stark praktiziert. Er ist im Leben der Menschen integriert und gibt ihnen Hoffnung. Am nächsten Tag bin ich dann nach dem Frühstück zum Flughafen in Kathmandu gefahren, einem der schlimmsten Flughäfen, in dem ich je war, denn mir sind die Kakerlaken zwischen den Füßen herumgelaufen. Von dort aus bin ich weiter nach Bangkok in Thailand geflogen. Fortsetzung folgt... (js/MK)

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