Gesundheit – kostbar und kostspielig

Zahlreiche Besucher bei Memminger Gesundheitstagen

1 von 6
2 von 6
3 von 6
4 von 6
5 von 6
6 von 6

Memmingen - „Gesundheit ist unser höchstes und ein unbezahlbares Gut. Man weiß aber auch, dass es sehr kostspielig ist.“ Mit diesen Worten zeichnete Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der Eröffnung der 17. Memminger Gesundheitstage schon recht präzise auf, wohin der Weg im Gesundheitswesen geht. Veranstalter der Gesundheitstage ist die Stadt zusammen mit den Kooperationspartnern Klinikum und AOK.

Schilder begrüßte die Gäste, insbesondere den ärztlichen Direktor des Memminger Klinikums, Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer. „Er wird dieses Jahr leider das letzte Mal bei den Gesundheitstagen mitwirken“, verriet Schilder und ergänzte, Pfeiffer werde im kommenden Sommer nach 23 Jahren das Klinikum verlassen und „in den Unruhestand“ gehen. Schilder hob in seiner Rede hervor, dass optimale medizinische Versorgung und Betreuung auch für die Politik eine immerwährende Herausforderungen darstelle. Die Politik müsse dabei den Rahmen schaffen, was aber nicht immer einfach sei, so der Rathauschef weiter. Bei den vielen Diskussionen um das Thema sei ihm deutlich geworden, dass es in der Zukunft Veränderungen im Klinikbereich geben werde.

Diskussion über Wirtschaftlichkeit

Die Gesundheitstage mit eröffnen zu dürfen zählt für Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer „zu einer der schönsten Aufgaben als ärztlicher Direktor“. Pfeiffer ging in seiner Rede aber auch auf die weniger angenehmen Seiten im Gesundheitswesen ein. Bei den Diskussionen über die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern falle ihm auf, dass in den Zeitungen mehr auf den Wirtschaftsseiten, als auf den Gesundheitsseiten über Krankenhäuser berichtet werde. Er könne aber zur Beruhigung aller sagen, dass er noch nie einem Patienten aus finanziellen Gründen etwas vorenthalten musste. Hier appellierte Pfeiffer an einen gesunden Menschenverstand in der Zukunft.

Insgesamt 70 Aussteller - von Rettungswesen über Rehaanbieter bis zu Sozialverbänden, Polizei und Ernährungsberatung - reihten sich in den Gängen aneinander. Dabei konnte auch viel ausprobiert werden. Bei der Polizei gab es einen Reaktionstest und die AOK bot Blutzuckermessungen an. Besonders beeindruckend war ein begehbares Hirnmodel am Stand des Klinikums. Ergänzt wurden die Memminger Gesundheitstage durch eine Vielzahl von Fachvorträgen und Diskussionsforen, bei denen Mediziner und Gesundheitsexperten ihr Wissen an die interessierten Besucher weitergaben. Beim Gesundheitsquiz gab es zudem eine Jahreskarte für das Memminger Cineplex-Kino zu gewinnen. Insgesamt 8.500 Besucher verzeichneten die Veranstalter an den drei Tagen.
Elmar Würth

Rubriklistenbild: © Elmar Würth

Auch interessant

Meistgelesen

Vollsperrung der Straße In der Neuen Welt
Vollsperrung der Straße In der Neuen Welt
Corona in Memmingen: Notbetreuung, kein Präsenzunterricht und Testpflicht, das gilt nächste Woche für Kinderbetreuungseinrichtungen und an Schulen
Corona in Memmingen: Notbetreuung, kein Präsenzunterricht und Testpflicht, das gilt nächste Woche für Kinderbetreuungseinrichtungen und an Schulen

Kommentare