Wichtige zentrale Logistikaufgabe

THW zieht Zwischenbilanz im Corona-Einsatz

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Das THW hat in Bayern eine wichtige zentrale Logistikaufgabe im Zuge der Coronakrise übernommen.

Memmingen - Seit sieben Wochen sind die Einsatzkräfte des THW Memmingen nun schon bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Mehr als 30 Helferinnen und Helfer unterstützen derzeit den Freistaat Bayern beim Transport von Schutzausstattung sowie dem Betrieb der zentralen Test-Station in der Stadt Memmingen.

Das THW hat in Bayern eine wichtige zentrale Logistikaufgabe übernommen. Im Auftrag des Freistaats transportieren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte dringend benötigte Schutzausstattung von einem zentralen Verteillager im Großraum München in alle Landkreise und kreisfreien Städte. „Wir als THW sorgen dafür, dass die zentral vom Freistaat beschaffte Ausstattung möglichst schnell von A nach B kommt. Die Verteilung an die Bedarfsträger vor Ort erfolgt dann durch die Führungsgruppe Katastrophenschutz in Stadt und Landkreis“, erläutert Klaus Liepert, der Ortsbeauftragte des THW Memmingen. Seit Mitte März haben die Memminger Helferinnen und Helfer fast 40 Transporte durchgeführt und weit mehr als 100 Paletten Desinfektionsmittel, aber auch verschiedene Typen von Atemmasken, Schutzanzüge und -brillen sowie andere Ausrüstungsgegenstände an die Stadt Memmingen und den Landkreis Unterallgäu ausgeliefert. Der Blick in die Statistik des Landesverbandes zeigt bayernweit über 3.900 Transportfahrten mit mehr als 10.000 beförderten Paletten Schutzausstattung: und auch am Sonntag letzter Woche war das THW in ganz Bayern unterwegs, um mehr als 800 Paletten an ihr Ziel zu bringen. 

Doch auch vor Ort in Memmingen unterstützen die Einsatzkräfte des THW. An der zentralen Test-Station für Abstriche, die die Stadt Memmingen eingerichtet hat, sorgen Helferinnen und Helfer des THW für einen geordneten Ablauf: Sie lenken den Verkehr, weisen die Autos ein und sorgen dafür, dass sich nur die berechtigten und unmittelbar notwendigen Personen auf dem Gelände aufhalten. Hier wie auch bei den übrigen Einsätzen in der aktuellen Lage spielt der Schutz der Einsatzkräfte durch organisatorische Maßnahmen und Schutzausstattung eine wichtige Rolle, so Markus Laviani, der das THW-Team an der Test-Station koordiniert. Bislang haben 33 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Memmingen mehr als 500 Stunden Dienst in die Bekämpfung der Pandemie investiert. In ganz Bayern sind jeden Tag rund 450 THWler im Einsatz. Mit einem schnellen Ende rechnen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW Memmingen nicht: „Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon.“ (MK)

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