64 Zünfte und Gruppen nahmen teil

5. Nachtnarrensprung: 2.000 Hästräger springen durch den Durahansl Teil I

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Mindelheim – Am Samstag sprangen wieder rund 2.000 Hästräger durch den Durahansl, der am Oberen Tor hängt. 64 Gruppen und Zünfte haben sich für den fünften Nachtnarrensprung in der Mindelheimer Maximilianstraße angemeldet.

Von weit her kamen die Hästräger, viele aus Baden-Württemberg, manche sogar aus Franken. Ob es der fünfte oder sechste Nachtnarrensprung ist, darüber lässt sich streiten. Bürgermeister Dr. Stephan Winter erklärte beim Zunftmeister-Empfang im Forum den Unterschied: „Es ist eigentlich der fünfte Nachtnarrensprung, denn der erste war bei Tag.“

In der Maximilianstraße bot sich ein buntes Bild der vielen Hästräger, die sich einiges für ihre Kostüme einfallen lassen haben. Viele waren fantasievoll und ausgefallen, manche skurril, andere wiederum gruselig. Die Mitteleschenbacher Woldschebberer fielen besonders durch ihre überdimensionalen Tierköpfe auf. Das Gebiss der flauschigen Köpfe, die einer Mischung aus Geißbock und Pferd glichen, klapperte beim Gehen. Der Anführer der Gruppe Gaugenwäudler Ämmebrog hatte sogar einen ganzen Felsen samt Drache auf dem Kopf. 

Die Highlights des Narrensprungs sind aber die Menschenpyramiden, die sich in den Nachthimmel türmten. Manche Gruppen waren aber auch hier kreativ. Eine Zunft steckte ihre Besen zusammen, hob sie in die Luft und ließ ein Hästräger darauf sitzen. Die Härtsfeldnarren Neresheim nahmen eine Leiter mit, auf die sie dann empor kletterten. Die Griasmolle Ranzenburg fuhr große Geschütze auf. Sie nahm eine riesige Holz-Rätsche mit zum Umzug und machte damit ordentlich Lärm. Für Stimmung sorgten auch die Guggenmusiken. Auch Narrenstürme wurden den zahlreichen Besuchern geboten. Beim Narrensturm hocken sich die Hästräger hin und warten auf ein Kommando, dass alle gleichzeitig losrennen können.

Winter bedankte sich bei der Polizei und beim Bauhof für ihre Unterstützung. Der Narrensprung der „Fastnachtshochburg“ Mindelheim solle weiterhin eine Tradition bleiben und keine Gaudi werden. „Seit 110 Jahren hängt schon der Durahansl am Oberen Tor. Ich kenne keine Stadt weit und breit, bei dem man durch einen Narr springen kann.“ Der Veranstalter Durahaufa Mindlhoim weiß aber auch die Sponsoren zu schätzen. „Ohne die Sponsoren wie die Baufirma Glass wäre der Narrensprung nicht durchführbar“, sagte Zunftmeister Bernhard Preschl und ist darüber hinaus froh über die gute Zusammenarbeit mit der Mindelonia, die sich bei Veranstaltungen gegenseitig helfen.

Die zweite Bildergalerie finden Sie hier

Julia Böcken

Rubriklistenbild: © Julia Böcken

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