Eintrag ins Goldene Buch

25-jähriges Jubiläum des Festivals der Nationen: Bayerische Wirtschaft seit zehn Jahren Sponsor 

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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), hat sich ins Goldene Buch der Stadt Bad Wörishofen eingetragen. Mit dabei (hinten von links): Winfried Roch (Intendant des Festivals der Nationen), Landtagsabgeordneter Franz Josef Pschierer, Bürgermeister Paul Gruschka und stellvertretende Kurdirektorin Cathrin Herd.

Bad Wörishofen – Heuer feiert das Festival der Nationen, einst als „Klassik-Stars von Morgen“ ins Leben gerufen, das 25-jährige Jubiläum. Seit zehn Jahren sponsert die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft das Musikfestival, gehört das vbw-Festivalorchester zum unverzichtbaren Bestandteil des Musikfestivals und sorgt immer wieder für Begeisterung. Nun trug sich Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw), in das Goldene Buch der Stadt Bad Wörishofen ein.

„Ziel war es, einen verlässlichen treuen Sponsor für dieses Festival zu bekommen.“ Das ist Franz Josef Pschierer so in der Tat gelungen. Es ist der Initiative des ehemaligen bayerischen Wirtschaftsministers zu verdanken, dass sich mit dem vbw seit nunmehr zehn Jahren einer der großen bayerischen Verbände für die Jugend, insbesondere im Bereich Musik, engagiert. Und das sei nicht gerade selbstverständlich, betonte Pschierer im großen Sitzungsaal Bad Wörishofens, wo sich Bertram Brossardt in das goldene Buch der Stadt eintragen durfte. Ohne die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und deren Unterstützung, für die es seinerzeit nicht sofort eine Zusage gegeben habe, wie sich Pschierer erinnerte, würde es die musikalische Qualifizierung und Förderung des Nachwuchses in dieser Form nicht geben.

Der Eintrag von Bertram Brossardt im Goldenen Buch der Stadt

Sein Dank gehe an den vbw für die langjährige, treue, vor allem aber großzügige Sponsorenschaft, so Pschierer. Gut 100.000 Euro stellt die bayerische Wirtschaft für das Festival der Nationen jedes Jahr bereit, dazu kommen noch Kosten abseits der Förderung. Wobei Brossardt für die vbw zwei Dinge richtig stellte: zum einen kommen die Gelder nicht vom Verband, sondern von Spendern innerhalb dieses Verbandes. Und normalerweise, so der Hauptgeschäftsführer, gebe man die Gelder zumeist als Anschub, um ein Projekt ins Laufen zu bringen. Doch wer Franz Josef Pschierer kenne, der wisse um seine Hartnäckigkeit und Durchsetzungsfähigkeit. „Da sagt man dann nicht nein“, so Brossardt. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft engagiere sich gerne im Bereich der Bildung und der Jugend, so Brossardt weiter. Mit dem Programm „Bayern bewegt – Jugend bewegt sich“ unterstützt und fördert die vbw Jugendliche aus den Bereichen Kultur, Sport und Ehrenamt, wie eben das vbw Festivalorchester, das seit vielen Jahren beim Festival der Nationen in Bad Wörishofen mit seinen Auftritten für Begeisterung sorgt. Die jungen Musiker im Alter von elf bis 17 Jahren haben für das vbw Festivalorchester ein anspruchsvolles Auswahlverfahren absolviert.

Mit Profis

Derzeit läuft das Sponsoring der vbw bis 2021, wobei Brossardt durchblicken ließ, dass man sich auch darüber hinaus finanziell am Festivalorchester beteiligen werde. Schon jetzt, so Paul Gruschka, der als Gastgeber anfangs den Charakter des Festivals umrissen hatte, habe die Stadt Bad Wörishofen die Weichen gestellt, um sich auch künftig beim Festival der Nationen finanziell zu beteiligen.

Wobei man, wie Brossardt erklärte, bei den vier großen Projekten immer auf die Verknüpfung zwischen Leistung und Bildung achte, beim Bayerischen Skiverband, der Kooperation mit dem Bayerischen Fußballverband, mit dem Feuerwehrverband und besonders eben bei der Musik und dem Festival der Nationen. Es gehe immer um die Berufsinformation, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Möglichkeit, mit Profis zusammenzuarbeiten und sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Es gehe nicht nur um Mathematik oder Deutsch, so Brossardt, sondern um die Motivation und den gesamtheitlichen Ansatz. Und der sei nirgends besser als in der Musik, wo es um das Miteinander zwischen dem Team der Musiker und dem Dirigenten gehe. „Das Team funktioniert nicht ohne Qualität und ohne das Miteinander der Musiker“. Und er sei immer wieder beeindruckt, gestand Brossardt, was die jungen Menschen auf die Bühne brächten. Vor allem habe er die Bilder vor Augen, was in den vergangenen zehn Jahren beim Festival zu sehen gewesen sei. „Ich habe tolles erlebt“, so Brossardt, das Festival habe einen eigenen Charakter entwickelt. Vor allem sei dieser aber nicht durch den Wechsel in der Vorstandschaft verloren gegangen. Das vbw Festivalorchester ist ein bundesweit einzigartiges Projekt.

Nun wolle man aber, so der Geschäftsführer, das Festival noch bekannter machen, zum Vorteil für die Stadt und das Festival. Schon jetzt, weiß auch Franz Josef Pschierer, strahlt das Festival der Nationen, das heuer am 27. September beginnt, weit über die Grenzen des Unterallgäus hinaus. Dabei sei anfangs nicht klar gewesen, wie das Zusammenspiel zwischen Weltklassekünstlern und den Kindern ablaufe. „Lassen sie sich darauf ein, spielen sie mit den Jugendlichen?“, erinnerte Pschierer an die Anfänge. Mittlerweile ist klar, dass das Zusammenspiel funktioniert: „Alle sind begeistert, die Jugendlichen, das Publikum“, so Pschierer, der in den vergangenen Jahren keines der Festivals versäumt hatte.

Oliver Sommer

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