Mobilisieren für mehr Aufklärung

5G: Mindelheimer Bürgerinitiative beteiligt sich an Aktionstag

Bürgerinitiative 5G Mindelheim
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Den Rahmen eines bundesweiten Aktionstages nutzte auch eine Mindelheimer Bürgerinitiative, um auf die Gefahren von 5G aufmerksam zu machen.
  • Marco Tobisch
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Mindelheim – Auch die Bürger­initiative (BI) „Aufklärung 5G Mindelheim“ ist am Samstag dem Aufruf des bundesweiten Netzwerks „Bündnis Verantwortungsvoller Mobilfunk Deutschland“ gefolgt. Eine Stunde lang zeigte die Initiative in der Innenstadt Flagge gegen 5G.

„Wir wollen, so haben wir es bisher auch kommuniziert, den Mobilfunk nicht abschaffen, aber seine Auswirkungen müssen industrieunabhängig untersucht und die Konsequenzen daraus umgesetzt werden in eine Politik, die den Menschen und der Natur und nicht den Profit­interessen der einschlägigen Industrie dient“, erklärt BI-Sprecherin Susanne Streitel. Zwischen 11 und 12 Uhr organisierte sie gemeinsam mit weiteren Bündnisunterstützern in Mindelheim einen Aktionstag, bei dem Passanten für das Thema 5G sensibilisiert werden sollten.

Streitels Fazit: „In dieser Stunde waren etliche Leute in der Stadt unterwegs in der Gegend um das Rathaus. Es gab sehr positive Reaktionen von Menschen, die um Kontaktdaten zur weiteren Information gebeten haben und unsere Aktion sehr gut fanden.“ Sie macht aber auch keinen Hehl daraus, dass andere Passanten „genervt“ reagiert hätten – offenbar deshalb, weil sie den Schilderaufmarsch für eine Coronademo hielten. Wegen der Pandemiesituation habe man aber darauf verzichtet, aktiv auf die Bürger zuzugehen, erklärt Streitel.

Obwohl die Gründung der Mindelheimer Initiative im Oktober stattgefunden hatte, dauern die Aktivitäten der Gruppe nun schon gut ein Jahr an. In einem Vortrag hatte im September 5G-Gegner Hans Schmidt im Forum von der Gefahren durch die neue Mobilfunkgeneration gewarnt. Ferner stehen in der Vita der Bürgerinitiative bereits Treffen mit Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Briefe an die Politik sowie einige Stammtisch-Meetings, die wegen Corona jedoch aktuell auf Eis liegen. „Unser Fortschritt bemisst sich vor allem an einer wachsenden Anzahl von Menschen, die über die Risiken, die Mobilfunk und speziell 5G mit sich bringt, informiert sind. Nur wenn Menschen Bescheid wissen, können und werden sie sich gegen eine Technik wehren, die ihre Gesundheit bedroht“, sagt Susanne Streitel.

mt

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