Niedrigste Arbeitslosenquote seit Corona-Beginn

Agentur für Arbeit: Beschäftigungen nehmen zu – auch im Unterallgäu

Arbeitsagentur Kempten-Memmingen in Mindelheim: Niedrige Arbeitslosenquote für das Unterallgäu.
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Auch im Unterallgäu nehmen die Beschäftigungen wieder zu. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie noch nie seit der Corona-Krise.

Unterallgäu – Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu lag im September bei 2,6 Prozent. Damit ist diese nach Angaben der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte gesunken. 2.216 Unterallgäuer hatten keinen Job. Von allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern hat das Unterallgäu damit die fünftniedrigste Arbeitslosenquote. Im bayrischen Teil des Allgäus sank diese auf 3,2 Prozent und stellt somit die niedrigste Quote seit Corona-Beginn dar.

e ging die Arbeitslosigkeit im bayrischen Teil des Allgäus um 0,3 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zurück. Gut 830 Frauen und Männer waren weniger arbeitslos als im August. Damit erreichte die Arbeitslosenquote den niedrigsten Wert seit Ausbruch der Pandemie. Aufgrund der Corona-Krise verharrt das Ergebnis jedoch weiter auf höherem Niveau als in den Jahren zuvor. Seinerzeit waren bei einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent insgesamt 3.840 Menschen weniger bei den Vermittlern gemeldet. „Der Arbeitsmarkt hat sich im Allgäu mit dem Ende der Haupturlaubszeit stabilisiert. Der Abstand zu den Ergebnissen des Vorjahres ist in den vergangenen drei Monaten geringer geworden“, sagt Maria Amtmann, Leiterin der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Gleichzeitig hat die Nachfrage nach weiteren Arbeitskräften zugenommen.“

Insgesamt waren im September 12.629 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Markant fiel der Rückgang auf Seiten der Jüngeren unter 25 Jahre aus. Um 375 Kräfte ging die Zahl der arbeitslosen Menschen in dieser Altersgruppe innerhalb eines Monats zurück. Die Gründe für die Abmeldungen waren vielfältig: Der Start in eine betriebliche oder schulische Ausbildung war ebenso vertreten wie ein Studium. Spürbar verbessert hat sich die Situation auch bei Ausländern: Gut 300 Kräfte waren im September weniger arbeitslos.

Unterallgäu kommt gut weg

Während die Arbeitslosenquote im Jahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte anwuchs, verzeichneten die Wirtschaftsräume Memmingen und Füssen mit einem Plus von 1,1 Prozentpunkten einen stärkeren Zuwachs – ebenso der Landkreis Lindau. In Lindau und Füssen sorgte das Gastgewerbe für zusätzliche Beschäftigung, konnte damit jedoch den Abstand zum September des vergangenen Jahres nicht ausgleichen. Den niedrigsten Zuwachs im Jahresvergleich verzeichnete das südliche Oberallgäu mit einer Steigerung um 0,6 Prozentpunkte. In dieser Region boomte die Beschäftigung in Hotellerie und Gastronomie mehr als in anderen Bereichen. Eine Steigerung um 0,8 Prozentpunkte meldeten die Regionen Kaufbeuren und Mindelheim. Im Ergebnis erreichte der Wirtschaftsraum Mindelheim mit 2,8 Prozent gemeinsam mit dem südlichen Oberallgäu die günstigste Arbeitslosenquote. Sie waren gleichzeitig die einzigen Regionen mit einer Zwei vor dem Komma.

Im Allgäu blickt eine ganze Reihe von Unternehmen zuversichtlich in die kommenden Wochen. Das zumindest signalisiert der weiter bestehende Bedarf an Arbeitskräften, der in den letzten Monaten kontinuierlich angewachsen ist. Wie bereits im August gaben Betriebe auch im September wieder mehr als 1.000 zusätzliche Stellen zur Besetzung herein. Der Gesamtbestand an Beschäftigungsmöglichkeiten erhöhte sich aktuell auf knapp 4.500 Angebote. Wie sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen entwickelt, hänge laut Amtmann stark von der Pandemie und Witterung ab. Ein verstärktes Infektionsgeschehen könnte auch den Arbeitsmarkt einbremsen und zu einer reduzierten Stellenbesetzung führen. wk

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