Allgäuer Johanniter

Ein Präsident auf Abschiedstour

Rund 80 Gäste waren der Einladung der Johanniter aus dem Regionalverband München nach Ottobrunn gefolgt.
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Rund 80 Gäste waren der Einladung der Johanniter aus dem Regionalverband München nach Ottobrunn gefolgt.

Allgäu – Der Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Deutschland, Dr. Arnold von Rümker, befindet sich derzeit auf seiner Abschiedsreise durch die Republik. Rümker (Jahrgang 1942) wurde im November 2013 in sein hohes Ehrenamt gewählt und wird nach Ablauf seiner vierjährigen Legislaturperiode bei der kommenden Wahl nicht mehr kandidieren. Am vergangenen Freitag machte er gemeinsam mit dem Beauftragten des Bundesinnenministeriums, Dr. rer. pol. h.c. Frank-Jürgen Weise, in Ottobrunn Station. Dort traf er auch auf den Regionalvorstand sowie die Delegierten der Johanniter aus dem Allgäu. Bei Brezen und Weißbier schilderten sie dem Präsidenten ihre richtungsweisende Strategie im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Rund 80 Gäste waren der Einladung der Johanniter aus dem Regionalverband München nach Ottobrunn gefolgt. Sie hatten aus Anlass von Rümkers Abschiedstour ein Grillfest veranstaltet, zu dem neben den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern vor Ort auch die Regionalvorstände, die Delegierten und die Rechnungsprüfer samt Stellvertretern aus Bayern eingeladen waren. Aus dem Allgäu waren die beiden hauptamtlichen Mitglieder des Regionalvorstandes, Markus Adler und Markus Vehoff, gemeinsam mit der stellvertretenden Delegierten Teresa Weber, dem Rechnungsprüfer Robert Weber und seiner Stellvertreterin Tanja Neumeir angereist.

Im Rahmen des Festes berichtete Rümker in einer kurzen Ansprache, wie herzlich er überall empfangen werde und wie „äußerst bemerkenswert“ er es fände, „zu sehen, dass so viele junge Leute bei den Johannitern aktiv sind.“ Frank-Jürgen Weise, der bis Ende 2016 Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge war, begleitete Rümker in offizieller Funktion als Beauftragter der Bundesregierung für Flüchtlingsmanagement – einem Bereich, in dem sich die Johanniter sehr stark engagieren. Er sprach über seine Beziehung zur Johanniter- Unfall-Hilfe, mit der er in der Flüchtlingskrise eng zusammengearbeitet hatte und lobte, „wie viel positives Engagement“ er darüber habe kennenlernen dürfen.

Weiterer Programmpunkt der ansonsten zwanglosen Veranstaltung war die Segnung des neuen Einsatzleitwagens aus München, dessen Taufe Arnold Rümker, bayrisch stilecht, anstatt mit Sekt lieber mit Bier vornahm. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein kamen Rümker und Weise auch mit den Abgesandten aus dem Allgäu ins Gespräch. Dabei interessierten sie sich besonders für deren Umgang mit der Flüchtlingskrise und mit den Problemen und Herausforderungen in der Arbeit mit unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen. Hier waren die Allgäuer Mitte 2016 durch die Einstellung zweier Integrationsmanager bayernweit neue Wege gegangen.

von wk

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