Höhere, jährliche Fördergelder fürs Allgäuer Literaturfestival abgelehnt

Allgäuer Literaturfestival: 6.000 Euro sind zu viel

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2016, als der Landkreis Unterallgäu noch 1.000 Euro beisteuerte, eröffneten Nora Gomringer und Philipp Scholz (von links) das erste Allgäuer Literaturfestival. Über die 1.500 Euro soll die jährliche Förderung aus dem Unterallgäu nicht wachsen, dafür haben sich die Kreisräte ausgesprochen.

Unterallgäu – Das Allgäuer Literaturfestival, das seit 2016 von der Schwabenakademie Irsee ausgerichtet wird, ist im Jahr 2019 auf höhere Förderungen als bisher angewiesen. Jährlich tiefer in die Tasche greifen wird der Landkreis deshalb aber nicht – dafür hat sich der Schul-, Kultur- und Sportausschuss ausgesprochen.

Im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals fanden in diesem Jahr 21 Veranstaltungen und sechs Schullesungen mit insgesamt 2.800 Gästen statt. Sieben dieser Veranstaltungen gingen im Unterallgäu über die Bühne: und zwar in Bad Wörishofen, Bad Grönenbach, Illerbeuren, Kronburg, Fellheim, Mindelheim und Ottobeuren.

In den Jahren 2015 und 2016 hatte der Landkreis das Festival mit 1.000 Euro unterstützt, in den Folgejahren 2017 und 2018 mit 1.500 Euro jährlich.

Kosten wachsen

Nun wünscht die Schwabenakademie das Sechsfache der usprünglichen Finanzierungssumme: Mit 6.000 Euro solle der Landkreis Unterallgäu die erhöhten Kosten für Autorenhonorare, Werbung, künstlerische Leitung, Pflege der Sozialen Medien und Geschäftsführung mit ausgleichen. Der Finanzierungsplan sieht nämlich eine Gegenfinanzierung von nur 38.000 Euro aus Eintrittsgeldern und Sponsoren vor – gerade mal 30 Prozent der Kosten werden also zurück in die Kasse des Veranstalters gespült. Die restlichen Mittel müssen von den Landkreisen, kreisfreien Städten, einem Zuschuss des Kultusministeriums, Eigenmitteln des Trägers sowie den 27 Mitveranstaltern getragen werden. Da die Schwabenakademie und auch die Mitveranstalter zum größten Teil aus Steuergeldern finanziert werden, soll das Literaturfestival mit insgesamt 92.000 Euro beziehungsweise aus 70 Prozent Steuermitteln finanziert werden.

Aus Sicht des Landratsamtes solle die Schwabenakademie vielmehr versuchen, die Finanzierung durch Sponsoring und Eintrittsgelder zu verbessern. Auch die Kreisräte befanden die Erhöhung auf 6.000 Euro für zu hoch und beschlossen, den jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro beizubehalten – stimmten aber für einen einmaligen, zusätzlichen Zuschuss in gleicher Höhe. 

Antonela Kelava

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