Kulinarische Abrundung

Bad Wörishofen: Feinkostladen darf Pläne in der Bahnhofstraße umsetzen

Freischankfläche Bad Wörishofen
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Wo derzeit noch ein Bauzaun und Container stehen, sollen künftig Gäste „bewirtet“ werden. Dafür muss allerdings ein Teil der Grünfläche gepflastert werden.
  • vonOliver Sommer
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Bad Wörishofen – Vor dem Eckhaus in der Bad Wörishofer Bahnhofstraße soll eine Außenbewirtungsfläche entstehen. Derzeit wird das Wohn- und Geschäftshaus für ein Feinkostgeschäft umgebaut und saniert. Die Problematik: Der Gehweg vor dem Haus ist Privatgrund.

In der jüngsten Bauausschusssitzung gab es einen Antrag auf Erteilung einer „Sondernutzungserlaubnis für eine Teilfläche“ vor dem Gebäude in der Bahnhofstraße 2. Das dortige als Wohn- und Geschäftshaus genutzte Eckgebäude wird gerade saniert. Im Erdgeschoss soll anschließend ein Feinkostgeschäft einziehen, wie in der Sitzung bekannt wurde. Dazu werde wie bei anderen Geschäften in der Umgebung eine Außenbewirtungsfläche für Stehtische benötigt, erklärte der Amtsleiter den Stadträten, offenbar will das Feinkostgeschäft dort Getränke und kleinere Speisen oder Snacks servieren.

Vor dem Geschäft selbst verläuft ein gepflasterter Fußweg, dahinter liegt eine Rasenfläche. Letzere gehört der Stadt, der Fußweg ist in Privatbesitz. Die Antragsteller möchten, so heißt es, auf eigene Kosten einen Teil der Rasenfläche nördlich des Ladens neu pflastern, um sie für die Außenbewirtung nutzen zu können. Seitens des Betriebshofes bzw. des städtischen Gartenbaubetriebs gebe es keine Bedenken, wenn zu dem dort stehenden Baum ausreichend Abstand eingehalten und die Bewässerung des Wurzelbereiches über ein entsprechendes Fugenpflaster gesichert werde, heißt es weiter.

Schutz für Fußgänger vor der Straße

Einer Widmung des Gehweges werde seitens der Antragsteller nicht zugestimmt, da sich dadurch Nachteile bei späteren Veränderungen ergeben könnten bzw. befürchtet werden. Deshalb müsse eine Vereinbarung getroffen werden, um den Fußgängerverkehr auf dem Gehweg sicherzustellen und zu verhindern, dass Fußgänger plötzlich auf die Straße ausweichen müssen, wenn sie an dem Geschäft bzw. der Freischankfläche vorbei wollen.

Grundsätzlich bestünden aber seitens des Bau- und des Ordnungsamtes keine Bedenken. Man sollte dem Antragsteller entgegenkommen, so der Tenor. Auch weil, wie Bürgermeister Stefan Welzel anmerkte, das kulinarische Angebot in der Bahnhofstraße abgerundet werde.

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