Trampelpfad an der Kirche ist Geschichte

Bad Wörishofen: Gehweg an der Hauptstraße neben der St. Justina ist fertig

Neuer Gehweg an der Kirche St Justina in Bad Wörishofen
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Initiator Wilfried Schreiber (rechts), Seniorenbeauftragte der Stadt, Ilse Erhard (2. v. rechts) und Pfarrer Andreas Hartmann (links), begutachteten zusammen mit Bürgermeister Stefan Welzel (2. v. links) den 75 Meter langen, neuen Gehweg an der Hauptstraße in Bad Wörishofen.

Bad Wörishofen – Es waren zwar nur 75 Meter, die fehlten, dafür aber an einer neuralgischen Stelle. Um die Hauptstraße grüner zu gestalten, hatte man seinerzeit auf der Seite von St. Justina Bäume gepflanzt, wodurch sich der Bereich zwischen Klosterhof und St. Justina zu einem Nadelöhr entwickelte. Ein Missstand, dem nun abgeholfen wurde. Seit dem Herbst kann man wieder beiderseits der Straße flanieren. 

Richtig gravierend fiel der fehlende Gehweg auf der Ostseite der Straße auf, als das Hotel Gasthof Adler umbaute. Sorgten zuvor schon vor allem in den Morgenstunden parkende Lieferfahrzeuge dafür, dass die Fußgänger immer wieder auf die Straße ausweichen mussten, war die Passage vor dem Hotel nun auf lange Frist blockiert. Doch während junge Menschen „mal eben“ am Bauzaun und den Fahrzeugen vorbeisprinten konnten, taten sich vor allem ältere Menschen, aber auch Familien mit Kinderwagen etwa schwer. Und auch ohne Hindernis auf der Westseite der Hauptstraße sorgte die Begrünung dafür, dass der eine oder andere mehrfach die Straße überqueren musste, um zu seinem Ziel zu gelangen, wie Ilse Erhard beobachtet hatte. Wie sehr der Gehweg vermisst wurde, zeigte sich auch auf der Wiese, auf der schließlich ein Trampelpfad entstand, vor allem bei schlechtem Wetter aber für dreckiges Schuhwerk sorgte, sodass schließlich sogar der Baureferent der Stadt, seinerzeit Wilfried Schreiber, vor gut zwei Jahren den Antrag im Stadtrat einbrachte, den alten Gehweg wieder herzustellen.

Man sei einem lang gehegten Wunsch aus der Bevölkerung nachgekommen, meinte denn auch Bürgermeister Stefan Welzel. War der Weg an sich schon im Herbst vergangenen Jahres fertiggestellt worden, so hatte der Rathauschef jetzt im neuen Jahr zu einem Ortstermin mit „Spaziergang“ über den neuen Gehweg eingeladen. Gemeinsam mit dem Initiator Wilfried Schreiber, der Seniorenbeauftragten der Stadt, Ilse Erhard, und auch dem nächsten Anlieger, dem Hausherren von St. Justina, Pfarrer Andreas Hartmann, begutachtete Welzel das Werk des Bauhofs.

Pünktlich fertig

In zwei Etappen war der Weg wiederhergestellt worden, auch, weil man auf die mittlerweile gewachsenen Bäume und dem Wurzelwerk Rücksicht nehmen musste. Deshalb auch verläuft der Gehweg im südlichen Bereich neben der Straße vor den Bäumen und im nördlichen Bereich, vor allem vor St. Justina, hinter den Bäumen nahe an dem Gebäude. Dadurch habe man auch die Unterkirche bzw. das Nebengebäude der Kirche wieder an die Infrastruktur angeschlossen. Denkbar, so Andreas Hartmann, sei ein Ausgang hin zur Hauptstraße. Gelegen kommt dem Geistlichen der Anschluss des Nebengebäudes aber allemal, bereitet er doch gerade die neue Ausstellung über Pfarrer Kneipp in den Räumen vor. Knapp 20.000 Euro kosteten die gut 75 Meter bzw. 82 Quadratmeter Pflaster, berichtete Stefan Welzel. Dabei dankte nicht nur Ilse Erhard für die beschleunigte Umsetzung der Arbeiten noch vor dem Jubiläumsjahr.

som

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