Neuer Logistikneubau 

Bad Wörishofen: Spedition Finsterwalder will erweitern

Finsterwalder Bad Wörishofen
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Am Areal südlich der Staatsstraße 2518 plant die Firma Finsterwalder ihren Logistikneubau. Quasi im Rücken des Betrachters liegt der Bestand der Spedition, rechts ist die Baustelle für die Bahnunterführung zu erkennen.
  • VonOliver Sommer
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Bad Wörishofen – Die im Gewerbepark an der Staatsstraße 2518 ansässige Spedition Finsterwalder will erweitern. In der jüngsten Bauausschusssitzung in Bad Wörishofen wurde der geplante Logistikneubau vorgestellt. Nach einer kurzen Diskussion gaben die Stadträte grünes Licht für die Bauvoranfrage.

Im Kundenauftrag will die Spedition Finsterwalder rund 25.000 bis 30.000 Europaletten umschlagen, vor allem aber in dem geplanten Logistikneubau zwischenlagern. Das erklärte ein Vertreter des Transport- und Logistik-Spezialisten in der Bauausschusssitzung. Dazu soll auf dem Grundstück südlich der Staatsstraße 2518, gegenüber dem Bestand und direkt neben dem Bahnanschluss nach Bad Wörishofen, eine „Lagerhalle“ mit einer Kubatur von fast einer Viertelmillion Kubikmetern überbauten Fläche entstehen. Auf dem über 18.000 Quadratmeter großen Grundstück soll neben der 110 auf 170 Meter großen Halle mit einer Wandhöhe von 12,50 Metern Parkraum für 28 Sattel- oder Gliederzüge und 75 Pkw entstehen. An 26 Lkw-Laderampen sollen die Güter umgeschlagen werden, erklärte Manfred Pistel von der Bauverwaltung.

Allerdings müssen den Plänen zufolge die Baugrenzen überschritten werden, insbesondere ist der Baukörper der Lagerhalle nach Süden zur Autobahn hin verschoben bzw. von der Staatsstraße abgerückt. Für rund 100 Mitarbeiter, die künftig hier arbeiten sollen, sei es trotz der Trennung durch die Staatsstraße ein Arbeiten der kurzen Wege, erklärte der Vertreter von Finsterwalder. So wie von den Stadträten vorgeschlagen, hatte man seitens der Firma Finsterwalder auch eine unterirdische Verbindung der beiden Grundstücke angedacht. Derzeit allerdings laufen die Bauarbeiten für die Bahnunterführung: Dort, wo die Zufahrt auf das neue Logistikareal geplant ist, entsteht aktuell der Zulauftrichter für die Bahnunterführung.

Es entstehe aber keine übergebührliche Belastung durch ein vermehrtes Lkw-Aufkommen, geplant seien etwa 150 an- und abfahrende Fahrzeuge pro Tag, die noch dazu hauptsächlich in Richtung Autobahn fahren bzw. von dort kommen. Auch werden nicht mehr Laster der Spedition in dem Areal, das nicht zum interkommunalen Gewerbegebiet A96 gehört, stationiert, versicherte der Firmenvertreter. Der Transport- und Logistik-Spezialist betreibt in Deutschland an drei größten Standorten in Deutschland (neben Bad Wörishofen noch Halle an der Saale und Marl) etwa 240 Lkw, 100 sind der Hauptniederlassung Bad Wörishofen zugeordnet. Diese Fahrzeuge werden auch künftig auf dem Betriebshof parken, sofern die Fahrzeugführer die Zugmaschinen nicht mit nach Hause nehmen.

Ausgleichsflächen für das vor etlichen Jahren erworbene Areal seien in der Gemarkung Schlingen angelegt worden, erfuhren die Räte auf Nachfrage von Doris Hofer (Grüne). Neben den Ausnahmen vom Bebauungsplan wegen der Überschreitung der Baugrenzen muss die Stadt auch eine Ausnahme von der Stellplatzsatzung zulassen, müssten doch ansonsten mehr als 300 Pkw-Stellplätze entstehen. Die Satzung schreibt einen Stellplatz je sechs Quadratmeter Grundfläche vor, derzeit ist nur ein Viertel der Stellplätze geplant. Auf positive Resonanz stieß das Ansinnen, auf dem Flachdach der Logistikhalle eine Photovoltaikanlage zu installieren. In der Hybridsitzung gaben alle zwölf Mitglieder des Bauausschusses ihre Zustimmung zur formlosen Bauvoranfrage, die eine rechtliche Verpflichtung für den nun folgenden Bauantrag besitzt.

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