Über ein Dutzend Bauanfragen beraten

Bad Wörishofer Bauausschuss: Die Bürger bauen fleißig

Baukran
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Eine ganze Reihe an Anträgen lag dem Wörishofer Bauausschuss zum Ende letzten Jahres vor. Die Mehrheit der Anliegen wurde bewilligt.

Bad Wörishofen – Mit fast einem Dutzend Anträgen und Anfragen mussten sich die Stadträte in der letzten Bauausschusssitzung des Jahres 2020 befassen. Dabei ging es um Aussiedlerhöfe und die Umwidmung von Räumen. Mehrheitlich passierten die Anträge das Gremium mit wohlwollender Zustimmung.

In Stockheim und Kirchdorf beabsichtigen Landwirte, Gebäude im Außenbereich, also mit Privilegierung, zu errichten. So soll eine landwirtschaftliche Maschinenhalle in Kirchdorf verlegt werden. In Stockheim möchte der Betriebsleiter zudem noch einen Milchviehstall, die Güllegrube und ein Fahrsilo sowie ein Wohnhaus außerhalb der Ortsgrenzen bauen. Für beide Voranfragen gaben die Stadträte grünes Licht unter der Voraussetzung, dass es sich tatsächlich um ein privilegiertes Bauvorhaben nach dem Baugesetzbuch handele. Das muss nun das Landratsamt bzw. das Amt für Landwirtschaft und Forsten klären. Im Falle Stockheims soll zudem noch der genaue Standort des Wohnhauses überprüft werden, außerdem, so Manfred Pistel von der Bauverwaltung, müsste noch eine Vereinbarung über den Ausbau der Erschließungsstraße, derzeit ein unbefestigter Feldweg, gesprochen werden. Im Oberen Krautgartenweg möchte der Betriebsleiter einer Landwirtschaft ein Wohnhaus für den früheren Landwirt, errichten. Auch hier reicht das Grundstück an den Außenbereich heran, sodass eine Befreiung von der Gestaltungssatzung erteilt werden könnte, erklärte Pistel.

In der Kneippstraße 17 sollen Gewerberäume im Obergeschoss in zwei Wohnungen umgewandelt werden. Dazu müsse lediglich die Raumaufteilung geändert werden, wie es im Antrag heißt. Weder solle an der Fassade etwas geändert werden, noch sei die Arztpraxis im Erdgeschoss davon betroffen. Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich im unbeplanten Innenbereich, der als Mischgebiet gilt. Hier sei Wohnen zulässig. Nachdem sich am Stellplatznachweis nichts ändert, konnten die Stadträte ihr Ok geben, allerdings muss dem Bauwerber, bzw. den künftigen Nutzern der Wohnungen bewusst sein, dass die Anfahrt zum Objekt nur eingeschränkt möglich ist. Der Kneippweg ist Fußgängerzone, mit einer verkehrsrechtlichen Erlaubnis kann dieser Zuweg aber genutzt werden.

Im Gegensatz dazu soll im Oberen Mühlweg Wohnraum in eine Arztpraxis umgewandelt werden. Auch hier ändert sich an der Kubatur des Gebäudes nichts, lediglich Fensteröffnungen und eine Rollstuhlrampe sollen das Gebäude besser erschließen. Allerdings müssen weitere Stellplätze für den Arzt nachgewiesen werden. Für die Überschreitung der maximalen Grundfläche müsse es eine Kompensation geben, erklärte Manfred Pistel den Stadträten, die entsprechend votierten.

Auch in Schlingen soll ein Einfamilienhaus an eine bestehende Hofstelle angebaut werden. Dafür muss eine Scheune weichen. Für die Abweichungen bei den Wandhöhen und der Dachneigung bedarf es aber einer Befreiung von der Gestaltungssatzung. Gleiches gilt für ein Bauvorhaben in der Hauptstraße in der Kernstadt. Dort soll ein Wohnhaus mit neun Wohneinheiten und Tiefgarage entstehen. Probleme sahen die Räte anfangs in der Nähe zur benachbarten Genobank und deren Tiefgaragenzufahrt, allerdings sind die Planungen ausreichend. Das Gebäude soll insgesamt aber länger werden als vorgesehen. Vor 90 Jahren stand an gleicher Stelle eine Hofstelle, die ebenfalls mit der Traufseite zur Straße ausgerichtet war und in der Größe bzw. Geschossigkeit vergleichbare Objekte gibt es in der Nähe ebenfalls.

som

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