Bad Wörishofer Senior um Erspartes gebracht

„Bankmitarbeiter“ und „Polizist“: Gauner-Duett ergattert am Telefon fünfstelligen Betrag

Rentnerin am Telefon
+
Vor allem ältere Menschen geraten bevorzugt ins Visier von Telefonbetrügern.
  • Marco Tobisch
    VonMarco Tobisch
    schließen

Bad Wörishofen – Der „falsche Polizist“ und der „falsche Bankmitarbeiter“ sind inzwischen bekannt, wenn es darum geht, Senioren mit Telefontricks um ihr Erspartes zu bringen. In Bad Wörishofen sind vergangene Woche beide Maschen vereint worden, um einen älteren Mann erfolgreich um eine fünfstellige Summe zu erleichtern.

Um die Mittagszeit herum meldete sich ein vermeintlicher Bankangestellter. Er berichtete dem Mann von einer angeblichen Sicherheitslücke im System seiner Hausbank – der Senior solle sich mit der Polizei Bad Wörishofen in Verbindung setzen, wobei dem ihm gleich die vermeintlich passende Rufnummer diktiert wurde – die Nummer eines zweiten Betrügers, wie sich herausstellte.

Denn im zweiten Gespräch wurde der Mann aufgefordert, sein Geld auf ein „Sicherheitskonto“ zu überweisen. Noch während des Telefonats überwies der Mann eine fünfstellige Summe auf ein deutsches Konto. Durch einen Anruf bei seiner Bank im Anschluss erfuhr der Rentner dann, dass diese gar nicht angerufen hatte. Die Überweisung konnte da aber schon nich mehr angehalten werden.

Vorsicht: Keine Daten preisgeben

Die Polizei rät zur Vorsicht: „Die Tätergruppierungen lassen sich immer wieder neue Variationen einfallen, um ihre Masche weiter zu verfeinern“, teilt ein Polizeisprecher mit. „Die Grundzüge bleiben dagegen immer die gleichen. Die Täter versuchen, die Angerufenen zur Übermittlung von Codes oder Daten zu bekommen.“

2021 registrierte die Polizei im Unterallgäu und in der Stadt Memmingen bereits acht Anrufe von „falschen Bediensteten“, der aktuelle Fall war aus Betrügersicht bis dato jedoch der einzig erfolgreiche.

wk

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
MINDELHEIM
Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
Wochen KURIER-Redaktion heißt Julia Böcken willkommen
Norovirus im Unterallgäu
Norovirus im Unterallgäu

Kommentare