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Bauarbeiten im Wörishofer Kurhauscafé laufen auf Hochtouren

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Von: Oliver Sommer

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Im Innenbereich des Kurhauses sind die Rückbauarbeiten im vollen Gange. Die neue Kurdirektorin, Cathrin Herd, ist zuversichtlich, die Renovierung im Herbst abgeschlossen zu haben.
Im Innenbereich des Kurhauses sind die Rückbauarbeiten im vollen Gange. Die neue Kurdirektorin, Cathrin Herd, ist zuversichtlich, die Renovierung im Herbst abgeschlossen zu haben. © Oliver Sommer

Bad Wörishofen – Erstmals hat Cathrin Herd in ihrer Funktion als Kurdirektorin an der Bürgerversammlung teilgenommen. Unter anderem ging sie auf den Umbau des Kurhauscafés ein und stellte das Veranstaltungsprogramm vor. 

Vor einigen Wochen schon hatte der Wochen KURIER berichtet, dass die Arbeiten am Kurhauscafé nun beginnen würden. Unübersehbar waren die Parkplätze vor dem Kurhaus hinter den Bauzäunen verschwunden. Nun hatten besorgte Bürger nachgefragt, nachdem man sonst kaum etwas vom Fortgang der Baumaßnahmen mitbekomme. Daher hatte Cathrin Herd eine Liste der bereits ausgeführten Arbeiten dabei. Insbesondere im Innenbereich ist augenfällig, was sich getan hat. Um die Liste Herds abzukürzen, könnte man sagen: es ist nicht wiederzuerkennen. So sei die bestehende Thekenanlage zurückgebaut und die abgehängte Decke im Thekenbereich demontiert worden. Weiterhin habe man den bestehenden Bodenbelag, also die Fliesen inklusive des Mörtelbetts ausgebaut und die vorhandenen Heizungs-, Lüftung-, Sanitär- und Elektroinstallationen zurückgebaut. Auch die vorhandenen Wandfliesen wurden entfernt und die Wandflächen in diesem Bereich neu verputzt. Man habe schließlich die abgehängte Decke im Küchenbereich des Kellergeschosses teilweise geöffnet, berichtet Herd weiter.

Auch im Außenbereich wurden die Anlagen teilweise zurückgebaut, vor allem die Lüftungsschächte im Eingangsbereich zur Terrasse und an der Lüftungszentrale sind mittlerweile verschwunden. In diesem Bereich wurde betoniert und Abdichtungsarbeiten vorgenommen, außerdem sei im Bereich der neuen rollstuhlgerechten Rampe zum Café gearbeitet worden. Wie Herd konkretisierte, wurden die Details zur Ausführung der Arbeiten mit den Fachplanern sowie mit den Handwerksbetrieben besprochen.

In Kürze, so der Ausblick Herds, soll mit den Installationsarbeiten im Innenbereich begonnen werden. Im Außenbereich kann erst dann mit den Arbeiten begonnen werden, sobald die Beton-Fertigteile geliefert wurden. Wie überall gibt es mittlerweile Engpässe bei der Lieferung von Baustoffen. Zurzeit aber, stellte Herd fest, sei man im Zeitplan und sie rechne mit der Fertigstellung bis zum Herbst, so wie geplant. „Wir sind noch guter Dinge“, merkte die Tourismusdirektorin an. Auch im Kurhaus selbst soll es demnächst Arbeiten an der Bühne geben. Wie ­Cathrin Herd erklärte, könne man das Podest, auf dem das Rednerpult stand und die Mitarbeiter der Verwaltung saßen, hochfahren. Allerdings sehe die Front nicht mehr sehr einladend aus, weshalb die Bühnenvorderkante auch saniert werden soll. Nicht wie geplant noch heuer, sondern erst im kommenden Jahr soll ein Strandkorb aus Göhren auf Rügen die Fußgängerzone ergänzen und zum Verweilen einladen. Kurz ging Cathrin Herd auf die Führungen ein, die jetzt jeweils an einer Kneippanlage Station machen und auf die Give­aways (Werbegeschenke) in der Tourismusinformation.

Kneipp bleibt im Fokus

Helmut Lemcke wollte wissen, welche Ziele Herd anstrebe, Bad Wörishofen weltweit bekannt zu machen. Nachdem in der Vorwoche der Kurausschuss stattfand, konnte Herd auf die dabei gefassten Beschlüsse eingehen. Kneipp bleibe das wichtigste Anliegen in der Stadt, man habe Projekte für die Nachsorge bei Coronapatienten und denke auch an die Hotellerie, die sich gerade mit Energie- und Personalproblemen herumplagt. Die vor zwei oder drei Jahren gefassten Pläne könne man angesichts der Postcovidverwerfungen nicht mehr so verfolgen. Auch Ludwig Scharpf, Ehrenvorstand des Kneippstammvereins, ging auf früher gefasste Beschlüsse ein. So ging es um den Masterplan Tourismus/Kur, der seinerzeit noch unter Holetschek in Auftrag gegeben worden war und der unter Gruschka in einer Schublade verschwand. In dem Masterplan werden Auswege zur Kur beschrieben, die „auf dem Rückzug ist“, so ­Scharpf. Bildungsangebote sollten die Menschen für längere Zeit nach Bad Wörishofen bringen, wobei nicht klar ist, ob Scharpf, selbst langjähriger Mitarbeiter einer Krankenkasse, oder die Tourismusdirektion Recht haben, was die Antragsstellung bzw. Förderung solcher Angebote angeht.

Schon Herds Vorgängerin hatte darauf gepocht, dass Kneippbildungskurse wie etwa zur Ernährung bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden müssten. Scharpf ist der Meinung, man könnte beim Thema Covid-Nachsorge mit Kneipp glänzen. Auch Alois Wiedenmann hatte sich zu diesem Thema geäußert und ein zielführendes Außenmarketing angemahnt.

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