Stände müssen zum Mitmachen einladen

Berufsinformationstag: Schüler können sich am 16. März über Ausbildung und Studium erkundigen

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Iris Rienks und Barbara Engel, Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Unterallgäu-Mindelheim, richten den zehnten Berufsinformationstag in Mindelheim aus.

Mindelheim – Am Samstag, 16. März, ist es wieder soweit: Dann strömen Schüler in Scharen in die Berufsschule Mindelheim, um sich beim zehnten Berufsinformationstag über Ausbildung und Studium zu erkundigen. Die Gebietsdirektorin für Mindelheim der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim, Iris Rienks, und Schulrektorin der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule in Türkheim, Barbara Engel, sind Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Unterallgäu-Mindelheim und richten das Angebot für die Schüler aus.

Der Berufsinformationstag finde nun „im jährlichen Turnus“ statt, verkündet Rienks im Pressegespräch. Doch das sei nicht das Einzige, was sich erneuert hat. Schulrektorin Barbara Engel ist seit Anfang August neue Vorsitzende der Schulseite des Arbeitskreises. „Die Mittelschule Türkheim steht für die Berufsorientierung. Das ist ein wesentliches Standbein von uns“, sagt Engel.

90 Betriebe werden dieses Jahr ihre Berufe in der Berufsschule Mindelheim vorstellen und den Schülern Auskunft über eine Ausbildung oder ein duales Studium geben. Der dritte Eckpfeiler ist das Angebot der Rotarier, die über Studienberufe informieren. Bei 147 Ausbildungsberufen und 140 dualen Studiengänge haben die jungen Besucher die Qual der Wahl.

Doch es reiche inzwischen nicht mehr aus, nur ein Roll-Up aufzustellen, sondern die Schüler wollen an einem Stand praktisch tätig werden und aktiv dabei sein, weiß Rienks. Allein im gezeigten Interesse der Schülern sieht Rienks schon einen Mehrwert. Und das werde größer, wenn die Schüler mit jemanden sprechen, der auf Augenhöhe mit ihnen ist. Deshalb ist Rienks der Meinung, dass es besser sei, wenn Azubis den jeweiligen Ausbildungsbetrieb präsentieren.

Die Möglichkeit, Kontakte zu Firmen zu knüpfen und über viele verschiedene Berufsbilder etwas erfahren zu können, findet Engel besonders wichtig. Zudem gibt es Workshops der Arbeitsagentur sowie Vorträge von den Firmen Grob und Raico zum Thema Bewerbung und von den Rotariern zum Thema Studiengänge.

Neu ist auch die Mittagsverpflegung an der Berufsschule, wo die Besucher zwischen zwei Gerichten wählen können. Ein weiteres Highlight ist die Aktion „Wanted Handwerk“ von der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, bei der die Schüler selbst praktizieren können. Sie können zum Beispiel mit Holz oder Metall hantieren oder in die Rolle eines Friseurs schlüpfen. „Handwerksberufe haben Bedarf“, weiß Rienks.

Dazu kommen fünf bis sechs neue Firmen, die dort ausstellen. Erstmals wird die Uniklinik Ulm einen Stand haben, um über Studiengänge zu informieren. Auch die DBK Versicherung, Lutzenberger Bau sowie Magnet Schultz werden dort neu vertreten sein.

Circa 4.000 Besucher werden erwartet, die zwischen 10 und 14 Uhr die Stände der Firmen aufsuchen können. Da am 16. März die Maria-Ward-Realschule auch noch Tag der offenen Tür hat, befürchtet Rienks ein Verkehrsproblem und bittet Besucher daher, auf der Schwabenwiese zu parken. „Wir wollen den Berufsinformationstag im Frühjahr machen aber nicht gleichzeitig mit Kempten, Augsburg oder Kaufbeuren. Memmingen veranstaltet den Tag im Herbst“, erzählt Rienks. „Das war der einzige Termin, der zur Verfügung stand, und den haben wir genommen.“ Der Zeitpunkt scheint aber dennoch passend, denn auf den Berufsinformationstag folgen die Osterferien – und da ist Spontanität gefragt: „So können die Schüler gleich ein Schnupperpraktikum für die Ferien ausmachen“, rät Rienks.

Der Berufsinformationstag ist für Schüler geeignet, die kurz vor dem Schulabschluss stehen. „Ab zwei Jahre vor dem Abschluss macht es Sinn, sich zu informieren“, empfiehlt Rienks. Im Vorfeld gibt es am 25. Februar an drei Unterallgäuer Gymnasien (Maristenkolleg, Joseph-Bernhart Gymnasium und Fachoberschule in Bad Wörishofen) einen DH-Tag (Dualer Hochschul-Tag). Schüler können sich aus 15 Firmen, die ein duales Studium anbieten, zwei auswählen und sich darüber schlaumachen. „Nach drei Jahren Berufsausbildung plus Bachelor stehen den Schülern alle Türen offen“, sagt Engel. Voraussetzung ist das (Fach-) Abitur.

Engel würde es befürworten, wenn die Eltern mit ins Boot genommen werden: „Ich habe die Hoffnung, dass sich die Eltern auch dafür interessieren, was ihr Kind macht.“

In den nächsten Tagen werden 10.000 Flyer verteilt, Schulen bekommen zusätzlich Mappen ausgehändigt. Das alles soll noch vor den Faschingsferien passieren. Rienks lobt hierbei die hervorragende Zusammenarbeit mit der Berufsschule Mindelheim, denn diese habe viel Vorarbeit geleistet. Mit viel Engagement hat sich zudem der Schulleiter der Berufsschule, Georg Renner, eingebracht. In seinem Auftrag arbeiten Engel und Rienks mit dem stellvertretenden Direktor, Sven Meyer-Huppmann, und seinem Team eng zusammen.

 Julia Böcken

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