„Meilenstein“ für Mindelheimer Eishockey-Profi:

Bester DEL-Scorer aller Zeiten: Das sagt Patrick Reimer zu seinem Rekord

Der Mindelheimer Patrick Reimer (rechts) ist seit letzter Woche bester Scorer aller Zeiten in der DEL.
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Der gebürtige Mindelheimer Patrick Reimer (rechts) ist seit letzter Woche bester Scorer aller Zeiten in der DEL.
  • Marco Tobisch
    VonMarco Tobisch
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Mindelheim/Nürnberg - Patrick Reimer hat am Mittwochabend deutsche Eishockey-Geschichte geschrieben: In der 55. Minute lieferte der Kapitän der Nürnberg Ice Tigers die Vorlage zum 3:1 und sicherte damit auch den Sieg gegen die Krefeld Pinguine. Das Besondere daran: Mit 798 Scorerpunkten (Tore plus Vorlagen) ist der 38-Jährige nun punktbester DEL-Angreifer aller Zeiten!

Großen Anteil an diesem „Meilenstein“, wie Patrick Reimer seine Rekordmarke später bezeichnete, hatte auch Gregor MacLeod: Denn nachdem Reimer fünf Minuten vor Spielende den Puck im Krefelder Drittel zunächst gehalten und dann tief vors Tor zu Ryan Stoa gespielt hatte, bediente dieser MacLeod und der junge Kanadier tütete mit seinem 3:1-Treffer letztlich auch Reimers Rekord-Assist ein. In der 8. Minute hatte der gebürtige Mindelheimer selbst mit dem Führungstor schon den Weg geebnet.

Was Patrick Reimer zu seinem Rekord sagt

„Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich stolz auf den Rekord bin. Aber es ist auch einfach eine Entwicklung über die Jahre“, sagt Reimer. „Man geht nicht in eine Karriere und sagt, ‚ich will mal diesen Rekord brechen‘, sondern es entsteht.“ So habe er sich beispielsweise nur selten verletzt, an der Seite von „sehr guten Eishockeyspielern“ gespielt und immer das Trainervertrauen gespürt, erklärt der 38-Jährige auf Nachfrage. „Deshalb ist es auch ein geteilter Rekord.“

Gefeiert wurde Reimer bislang vor allem in den sozialen Netzwerken, unter anderem gratulierten etliche Fans sowie Reimers Ex-Vereine ESV Kaufbeuren und die Düsseldorfer EG (einst DEG Metro Stars) – bei letzterem hatte der Mindelheimer übrigens auch einige Jahre mit dem bisherigen Rekordhalter Daniel Kreutzer im Team gespielt. Auf die Frage, ob er auch von den Nürnberger Teamkollegen schon gebührend gefeiert wurde, sagt der 38-Jährige: „Wir befinden uns in einer Phase, in der gerade viele Spiele anstehen und da ist es nicht möglich, Riesen-Partys zu schmeißen.“ Auch angesichts der Coronalage wolle man derzeit nichts riskieren, hole die große Feier aber nach Saison­ende nach.

Nach einem „holprigen Saisonstart“ sieht der 38-Jährige seine Ice Tigers inzwischen wieder in der Spur. Auch der Wechsel auf der Trainerbank habe gut getan, sagt Reimer. Aktuell ist Nürnberg Tabellenneunter, zehn Teams spielen nach Ende der Hauptrunde um die Meisterschaft. „Die Playoffs sollten unser Ziel sein“, meint Reimer, der bereits im Dezember mit der Marke von 1.000 DEL-Spielen den nächsten Meilenstein setzen dürfte.

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