450 Fahrer in der Region waren zu schnell

Blitzmarathon: Spitzenreiter in der Region mit 231 km/h erwischt

Polizei Laser Kontrolle Verkehrskontrolle Blitzer
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Die Polizei führte gestern bzw. bis heute Morgen um 6 Uhr einen Blitzmarathon durch.

Unterallgäu/Region - 24 Stunden lang hat die bayerische Polizei ein besonderes Augenmerk auf den Verkehr gelegt. Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West waren zwischen gestern und heute Morgen (jeweils 6 Uhr) insgesamt 89 Polizeibeamte an 57 Messstellen im Einsatz. Dabei ging ihnen auch ein Motorradfahrer ins Netz, der mit 231 km/h an der Messstelle vorbeigerauscht war.

Wegen des Infektionsschutzes habe die Polizei für die Messungen überwiegend stationäre Anlagen aufgebaut, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Die Messstellen hatte das Innenministerium vorab bekanntgegeben.

Insgesamt zählte die Polizei im Präsidiumsbereich knapp 25.000 Fahrzeuge, die an den Messstellen vorbeifuhren, wobei 450 Fahrer zu schnell unterwegs waren. Die meisten Verstöße seien mit einem „niedrigen Verwarnungsgeld“ geahndet worden, berichtet die Polizei. Aber auch echte Raser habe man erwischt.

Der absolute Spitzenreiter, auch bayernweit, war mit seinem Motorrad auf einer einspurigen Landstraße (Staatsstraße 2020) von Schneckenhofen in Richtung Bubesheim unterwegs. Bei maximal erlaubten 100 km/h holte der Mann am späten Abend offenbar mit einer Geschwindigkeit von 231 km/h das Maximum aus seiner Maschine aus und hatte die zulässige Höchstgeschwindigkeit damit um 131 km/h überschritten. Dabei war der Mann offenbar sogar so schnell, dass die Polizei ihn gar nicht anhalten konnte. Die Ermittlungen habe man aber gleich aufgenommen, teilt ein Polizeisprecher mit.

Was dem Motorradfahrer nun blüht

Der bundeseinheitliche Bußgeldkatalog sieht für einen solchen Verkehrsverstoß ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 1.200 Euro vor.

Warum die Polizei, wie auch in den Sozialen Netzwerken teils kritisiert, ausgerechnet während der Coronapandemie einen solchen Blitzmarathon abhält? „Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist eine der Hauptunfallursachen, gerade im Bereich der Verkehrsunfälle mit schwerverletzten oder getöteten Menschen“, erklärt die Polizei. Auch über den „24h-Blitzmarathon“ hinaus werde die Überwachung und konsequente Ahndung von Geschwindigkeitsverstößen ein zentraler Punkt in der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizeidienststellen im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West sein.

wk

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