Ermittler suchen nach unbekanntem Anrufer

Bombendrohung gegen Unterallgäuer Impfzentren: Polizei gibt Entwarnung

Impfzentrum Memmingen Polizist
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Auch in Memmingen war die Polizei am Impfzentrum präsent, um der Drohung nachzugehen.

Bad Wörishofen/Memmingen - In der Telefonzentrale des Bad Wörishofer Impfzentrums ist am Freitagabend gegen 18.50 Uhr eine Bombendrohung eingegangen. Nachdem daraufhin ein Großaufgebot an Einsatzkräften einberufen wurde, gab es gegen 22 Uhr Entwarnung.

Kurz, nachdem der Anruf von einer männlich klingenden Stimme eingegangen war, riefen die Verantwortlichen des Impfzentrums die Polizei. Diese wusste zunächst gar nicht, auf welches Ziel es der Anrufer abgesehen hatte. Holger Stabik, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, erklärt: „Da die Impfzentren in Bad Wörishofen und Memmingen telefonisch unter derselben Hotline zu erreichen sind und die Drohung nicht gezielt gegen ein Impfzentrum gerichtet war, hat die Polizei die geordnete Räumung beider Impfzentren veranlasst.“

In der Folge errichteten die Einsatzkräfte, bestehend aus den örtlich zuständigen Polizeiinspektionen und benachbarter Dienststellen, eine weiträumige Absperrung um die Impfzentren. Die Gebäude wurden anschließend von den Einsatzkräften, unter anderem mit Spürhunden, abgesucht. Dabei fanden die Ermittler aber nichts Verdächtiges. Gegen 22 Uhr wurden die Impfzentren wieder freigegeben. Insgesamt waren an den beiden Impfzentren rund 50 Polizeibeamte im Einsatz.

Auch in Memmingen war die Polizei am Impfzentrum präsent, um der Drohung nachzugehen.

Für die nächste Zeit kündigt die Polizei einen verstärkten Wachschutz und erhöhte Präsenz an den Impfzentren und im näheren Umfeld an. Derweil ermittelt die Kriminalpolizei den noch unbekannten Anrufer.

Zum gestrigen Abend teilt Polizei-Pressesprecher Stabik mit: „Einer ersten Einschätzung nach bestand zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr für die Bevölkerung, die anwesenden Patienten oder das Personal.“ Und auch Impfstoff sei offenbar kaum verloren gegangen: „Ein Großteil der Impfdosen konnte dank einer schnellen Reorganisation der Verantwortlichen noch vor Ort an die Patienten verabreicht werden. Patienten, die am Abend einen Termin hatten, wurde online bereits ein neuer Termin für Anfang der kommenden Woche angeboten.“

wk

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