Bürgerversammlung für Mindelau und Heimenegg

Fehlendes Bushalteschild und Zone 30

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Die Sanierung der Dorfstraße steht bereits im Finanzplan für 2019.

Mindelau – Wie bereits bei der Bürgerversammlung in der Kernstadt zeigte sich, dass auch die Bürger der Ortsteile Mindelau und Heimenegg mit der Arbeit der Stadt im Großen und Ganzen zufrieden sind und sich von ihren beiden Ortsprechern Christian Träger (Mindelau) und Georg Ritter (Heimenegg) bestens vertreten sehen. So ging es bei der Bürgerversammlung am 27. Januar im Bürgerhaus Mindelau hauptsächlich um verkehrstechnische Fragen.

Das starke Verkehrsaufkommen bereitet den Heimenegger Sorgen - vor allem bei der Sicherheit ihrer Kinder, da dort aufgrund der zu geringen Straßenbreite keine Geh- und Radwege angelegt werden konnten.

Nach seinem Vortrag zur guten Lage Mindelheims ging Bürgermeister Dr. Stephan Winter bei der Bürgerversammlung gleich in die Offensive und räumte mit Gerüchten wegen des mehrtägigen Internetausfalls in der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres auf. Über einen Zeitraum von neun Tagen waren Mindelau und weitere Gemeinden komplett vom Internet getrennt. Was nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für zahlreiche Firmen ein massives Problem darstellte, da mittlerweile die gesamte Kommunikation über die Datenleitung läuft. Bei einer Bohrkernentnahme am Staig war Ende November ein Kabel beschädigt worden.

Aber erst sechs Tage später sei bei der Stadtverwaltung der Wunsch der Firma nach einer verkehrsrechtlichen Anordnung eingegangen, berichtete Dr. Winter. Diese sei notwendig, dass ein Bagger anrollen dürfe, um den Schaden wieder beheben zu können. „Der Antrag war jedoch unvollständig und die Stadt der falsche Ansprechpartner. Der Staig fällt als Kreisstraße in die Zuständigkeit des Landratsamtes“, so der Rathauschef. In einem Eilantrag an das Landratsamt bat die Stadtverwaltung, um die Möglichkeit, den Antrag selbst zu genehmigen. Danach vergingen nochmals drei Tage bis der Bagger der Firma anrollte und der Schaden - auf Druck der Stadt - endlich behoben wurde. 

Bei der anschließenden Aussprache machte sich Christian Wagner, der am Ortseingang von Heimenegg wohnt, aufgrund der starken Verkehrszunahme im Mindelheimer Ortsteil Sorgen um die Kinder. Vor allem, da in der Ortsdurchfahrt wegen der mangelnden Straßenbreite keine Gehwege vorhanden sind. Eine Reduzierung des Tempos sei von Ortssprecher Georg Ritter bereits angeregt worden, sagte der Bürgermeister. Dies sei bereits an das Ordnungsamt weitergeleitet worden, wo es derzeit geprüft werde. „Ich halte eine 30er-Zone für den richtigen Schritt. Leider wird der Verkehr nicht ganz verschwinden, denn auf einer Straße, wo gefahren werden kann, wird auch gefahren.“ Man wolle stattdessen Verkehrsverbindungen von und nach Mindelheim anbieten, die attraktiver sind. Hierzu stehe die Stadt bereits in engem Kontakt mit der Autobahndirektion. 

Alois Riedele aus Heimenegg wollte wissen, wie weit der Stand der Planungen für die große Umgehung von Mindelheim ist. Es gebe noch nichts Neues seit der Infoveranstaltung im letzten Jahr und man wisse noch nichts Konkretes, erklärte Dr. Winter. Positives zu berichten hatte Bürgermeister Dr. Winter in Sachen „kleine Umgehung“ beim Zoo Geyer. Hier soll die Kreuzung beim Heimwerker V-Markt im nächsten Jahr umgebaut werden. Was jedoch sicher kommen wird ist die Sanierung der Dorfstraße in Mindelau, die im Finanzplan auf 2019 gesetzt wurde. Wer sich jedoch Hoffnungen machte, die Stadt werde auf Ausbaubeiträge von den Anliegern verzichten, wurde enttäusch. Diese müssten erhoben werden, so Winter. Über die Höhe könne derzeit noch nichts gesagt werden. 

Doch es konnte an diesem Abend auch das eine oder andere Mal gelacht werden: Ein Vater berichtete, ein Polizeibeamter habe seiner Tochter gesagt, sie dürfe an der Bushaltestelle in Mindelau gar nicht in den Bus einsteigen, weil dort das Bushalteschild fehle. Dazu sagte Stadtrat Max Heim, dass das Schild bereits im Bauhof bereit liege und demnächst angebracht werde. Das werde dann, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu, mit einem zünftigen Richtfest gefeiert. Bürgermeister Dr. Stephan Winter richtete zum Abschluss seinen Dank an alle Vereine für den guten Zusammenhalt. „Mindelau und Heimenegg gehen als leuchtendes Vorbild voran und das Bürgerhaus ist steingewordene Solidarität“, erklärte der Mindelheimer Rathauschef.

von Michaela Breuninger

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