Förderbescheid für Tussenhausen und Salgen, Vorvermarktung in Türkheim

Bund unterstützt Unterallgäuer Internetschnelligkeit

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Salgens Erster Bürgermeister Johann Egger (Mitte) nahm kürzlich im Bundesverkehrsministerium in Berlin den Förderbescheid von CSU-Bundesminister Andreas Scheuer (links) und Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein (rechts) entgegen.

Unterallgäu – In den letzten Wochen hat sich in Sachen Breitbandausbau im Landkreis wieder einiges getan. Salgen und Tussenhausen bekommen tatkräftige, finanzielle Unterstützung vom Bund, in Türkheim ziehen die Lechwerke (LEW) eine Zwischenbilanz zur Vorvermarktungsphase ihrer Glasfaserinitiative.

Neun Prozent der Haushalte in Rammingen und Türkheim hätten sich dort bisher verbindlich für die Bestellung von LEW Highspeed entschieden – ein Produktpaket für Internet und Telefon sowie Fernsehen über Glasfaserleitungen bis ins Haus. „Damit stößt das Angebot gut drei Wochen nach den Vor-Ort-Veranstaltungen in den Kommunen auf vielversprechende Resonanz“, freut sich Pressesprecher Ingo Butters. Die angestrebte Beteiligungsquote von 35 Prozent sei jedoch bislang noch nicht erreicht worden.

Die Lechwerke machen die Umsetzung des Zukunftsprojekts vom Erreichen dieser Quote abhängig, weil mit dem flächendeckenden Breitbandausbau hohe Investitionen verbunden sind. Um die Quote zu erreichen und damit die wesentliche Hürde für das Projekt zu nehmen, werde die LEW in den kommenden Wochen ihre Marketing- und Vertriebsaktivitäten noch einmal verstärken, heißt es in einer Pressemitteilung. So werden weiterhin Infoteams vor Ort unterwegs sein, die Fragen zu Produkten und Konditionen in persönlichen Gesprächen beantworten.

Auch die Vereine machen sich für den Breitbandausbau stark. So luden die Vorsitzenden der Ramminger Vereine am 17. Oktober zu einem Informationsabend in den Gasthof Stern ein. Und am morgigen Freitag, 26. Oktober um 19 Uhr informiert der TV Türkheim in der Sporthalle.

20 Prozent aus eigener Kasse

Gute Nachrichten auch für Tussenhausen: Aus den Händen des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer erhielt der Ostallgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) den endgültigen Förderbescheid des Bundes für den Breitbandausbau in der Marktgemeinde Tussenhausen. Das Gesamtvolumen des Breitbandprojekts in der Kommune beläuft sich auf rund 720.000 Euro. Der Bund fördert das Projekt mit über 360.000 Euro, der Freistaat Bayern mit rund 216.000 Euro. Aufgrund dieser beiden Förderungen beträgt der Eigenanteil der Gemeinde nur noch rund 144.000 Euro.

„Als eine der ersten Gemeinden im Unterallgäu hat sich Tussenhausen um den Ausbau des schnellen Internets von 50 Mbit pro Sekunde gekümmert. Das zahlt sich heute aus. Ich freue mich, dass nach Abschluss des Breitbandausbaus im September 2020 das 50-Mbit-Ziel deutlich übertroffen wird“, sagt Stracke. In Zukunft würden rund 80 Prozent der Anschlüsse der Gemeinde Tussenhausen mit schnellem Internet von mindestens 100 Mbit/s versorgt sein. Bundesminister Scheuer lobte bei der Übergabe des Förderbescheids den sehr innovativen Ansatz der Marktgemeinde, den Glasfaserausbau mit dem örtlichen Ausbau des Gasnetzes zu kombinieren. „Durch die Nutzung von Synergien im Bau und vorhandener Infrastruktur konnten zudem Kosten in erheblichem Umfang eingespart werden“, so Stracke.

Noch höher fällt die Breitband-Förderung des Bundes für Salgen aus – nämlich mit rund 457.000 Euro. Bei einer feierlichen Zeremonie im Berliner Bundesverkehrsministerium übergab Bundesminister Scheuer einen entsprechenden Förderbescheid an Salgens Ersten Bürgermeister, Johann Egger. Dieser zeigte sich bei dem Termin in Berlin stolz auf das Erreichte: „Ich bin glücklich, dass wir es in Salgen mit vereinten Kräften geschafft haben, Turbo-Internet für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellen zu können. Mein besonderer Dank gilt dabei meinen Mitstreitern in der Verwaltungsgemeinschaft, allen voran Frau Walz, dem Bundesverkehrsministerium für die Förderung, meinem Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein für die stete Unterstützung sowie der Bayerischen Staatsregierung für ihren großzügigen Zuschuss.“ Abgeordneter Nüßlein sieht am Beispiel Salgen „ein echtes Vorzeige-Projekt für den Breitbandausbau in ganz Deutschland“.

mt

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