Tische weiterhin gedeckt

Café Schwermer in Bad Wörishofen ist nicht von Schließung betroffen

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Weiter offen hat das Café Schwermer.

Bad Wörishofen – Die Meldung vom wahrscheinlichen Aus der Traditionsmarke Schwermer dürfte wohl wie eine Bombe eingeschlagen haben. Im gleichnamigen Café mit Konditorei Schwermer ist man bemüht, zu versichern, dass die Schließung nur die Heidi-Schwermer GmbH betrifft. So heißt es auf der Homepage: „Sie können auch weiterhin bei uns Kaffee und Kuchen genießen!“

Noch steht nicht fest, ob Ende des Jahres die Lichter im Betrieb der Heidi-Schwermer GmbH in der Gartenstadt auch wirklich ausgehen werden. Wie berichtet ist der aktuelle Geschäftsführer Friedrich Plail noch in Verhandlungen mit möglichen Investoren. Die, so seine Hoffnung, die Marke Schwermer mit dem geflämmten Marzipan, dem Baumkuchen und den Pralines aufkaufen und eventuell sogar in Bad Wörishofen, an anderer Stelle, weiterproduzieren könnten. Plail setzt dabei auf Attribute wie die Handwerkskunst des Pralinenmeisters, wo Leidenschaft gelebt werde. In einer Beschreibung heißt es, dass im naturschönen Allgäu ausgebildete Konditormeister und Konditoren erstklassige und unverfälschte Zutaten, u.a. echte Allgäuer Sahne aus Heumilch vom Bio-Bauernhof, zu süßen Köstlichkeiten verarbeiten würden. Und Plail geht noch weiter und betont die Regionalität der Marke. Nur wo Schwermer drauf stehe, sagt Plail, sei auch Allgäuer Sahne drin. „Das ist Frische, die man schmecken kann.“ Schwermer sei ein Produkt, das ohne Palmöl und ohne Farbstoffe auskomme. Damit entspreche man Werten wie Nachhaltigkeit und Natürlichkeit.

Werte, auf die man auch im Café Schwermer setzt, immerhin gehörte das Café lange zum Familienbetrieb, das aber 2010 verkauft wurde. Seitdem, betont man im Café mit eigener Konditorei und Confiserie am Ortsrand Bad Wörishofens, sei man ein eigenständiger Betrieb und eben nicht, wie viele es befürchtet haben, von der Schließung der Heidi-Schwermer

GmbH betroffen.

Davon unbeschadet brummt das Geschäft des Ausflugslokals: Busse bis aus Vorarlberg bringen Gäste; die Kennzeichen der vor dem Café parkenden Autos sprechen Bände. Nachgefragt werden im Café natürlich die hausgemachten Kuchen. Viele Gäste verlassen die Konditorei auch Kuchenschachteln oder mit den selbstgemachten Pralinen. 

som

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