Folgefälle „sehr wahrscheinlich“

Corona-Mutation nun erstmals auch im Unterallgäu nachgewiesen

Carolyn Krause, Studienassistentin, hält Tupfer für eine PCR-Test in der Hand. Für die Coronavirus-Antikörper-Studie „CORONA-MONITORING lokal“ des Robert-Koch-Instituts werden eingeladene Erwachsene auf Antikörper untersucht, ein Rachenabstrich durchgeführt und zu ihrer Gesundheit befragt.
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Mithilfe der Sequenzierung lassen sich bei PCR-Tests Corona-Mutationen bestimmen.
  • Marco Tobisch
    vonMarco Tobisch
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Unterallgäu - Auch im Landkreis Unterallgäu ist nun erstmals eine Corona-Mutation nachgewiesen worden. Es handelt sich um die Mutation RNA N501Y, die zum Beispiel in Brasilien und Südafrika verbreitet ist. Die Person hat sich im Landkreis Landsberg angesteckt.

Wie das Landratsamt soeben bestätigt hat, ist die Corona-Mutation RNA N501 nun auch im Unterallgäu offiziell angekommen. Neben dem nachgewiesenen Fall könnten sich nun Folgefälle ergeben: Zwei Personen, die mit dem Erkrankten in einem Haushalt leben, sind laut Landratsamt ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Es steht zwar noch die Bestätigung aus, dass es sich ebenfalls um das mutierte Virus handelt. Das ist jedoch laut Gesundheitsamt sehr wahrscheinlich“, teilt Sprecherin Eva Büchele mit.

Davon unabhängig werden derzeit weitere Verdachtsfälle abgeklärt: Eine Person, die Kontakt zu einer nachweislich mit einer Mutation infizierten Person aus dem Raum Regensburg hatte, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Eine Bestätigung aus dem Labor, dass es sich dabei um das mutierte Virus handelt, steht noch aus. Ein Familienmitglied, das als enger Kontakt gilt, befindet sich in Quarantäne und wurde zunächst negativ getestet. Eine weitere Kontaktperson lebt außerhalb des Landkreises Unterallgäu. Die zuständige Behörde ist informiert. Es handelt sich bei diesen Verdachtsfällen ebenfalls um die Mutation RNA N501Y.

Aktuelle Zahlen

Die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis sank laut Robert-Koch-Institut heute auf 100,5. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona hat derweil zuletzt die Dreistelligkeit erreicht und liegt Stand heute bei 101. 244 Unterallgäuer gelten laut Landratsamt derzeit als Corona-positiv. In der Klinik Mindelheim werden derzeit 22 Coronapatienten behandelt, einer von ihnen auf der Intensivstation.

wk

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