Letzte Hürde genommen

Marktgemeinderat macht Weg frei für Solarpark Derndorf

Solaranlage neben einem Maisfeld
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In Derndorf soll ein Solarpark entstehen.

Kirchheim – Mit dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss hat der Solarpark Derndorf eine letzte Hürde genommen. Der Weg ist nun frei für das Projekt, das schon seit einiger Zeit in Kirchheim diskutiert wurde.

Schon vor mittlerweile neun Jahren entstand auf der ehemaligen Kreisdeponie in Derndorf eine Photovoltaikanlage. Nun wurde vor zwei Jahren der Antrag gestellt, einen Solarpark auf der Altlastenverdachtsfläche nördlich von Derndorf zu bauen. Neben beziehungsweise zwischen der Freiflächenphotovoltaikanlage soll das Areal begrünt werden. Auf den rund 2,3 Hektar Fläche, die derzeit noch als Acker genutzt werden, sollen Solarmodule im Endausbau mit einer Leistung von bis zu 750 Kilowatt entstehen.

Für die Umsetzung des Solarparks bedurfte es eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes sowie der Änderung des Flächennutzungsplans. Schon 2019 waren die Entwürfe für die Planungen ausgelegt worden, anschließend war die Gemeinde in die Planungen sowie Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Bürgerschaft eingetreten, seinerzeit noch unter Bürgermeister Lochbronner.

Nun also lagen die Stellungnahmen zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Solarpark Derndorf“ und, parallel dazu, der vierten Änderung des Flächennutzungsplans zur Abwägung vor. Dabei wird den Bedenken beziehungsweise Einwänden der Behörden und Ämter sowie der Bürger Rechnung getragen und – so möglich – in die Pläne eingearbeitet. Vielfach können die Stellungnahmen auch redaktionell abgewogen werden und finden so Beachtung bei der Umsetzung der Planungen.

Nach Kenntnis der Einwände fasste der Marktgemeinderat den Billigungs- und den Auslegungsbeschluss zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Solarpark Derndorf“ und der parallelen vierten Flächennutzungsplanänderung; Grundlage für die Beschlüsse bilden der vorliegende Vorentwurf unter Berücksichtigung der in der Gemeinderatsitzung gefassten Beschlüsse. Anschließend wurde die Verwaltung beauftragt, die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Behörden zu veranlassen.

Auch das Gewerbegebiet West entwickelt sich. So wurde im Marktrat der Bebauungsplan diskutiert und die Räte folgten in ihren Beschlüssen den Empfehlungen des Ingenieurbüros Steinbacher-Consult. Man stimme den von Steinbacher-Consult abgegebenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan zu, so der Tenor. So wurde der ausgearbeitete Bebauungsplan „Gewerbegebiet West“ gebilligt und die Verwaltung beauftragt, das Verfahren so durchzuführen.

Oliver Sommer

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