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Die Ettringer Kindergärtnerin Andrea Böttcher veröffentlicht ihr erstes Kinderbuch

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Von: Thorsten Oliver Rehm

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Andrea Böttcher aus Ettringen hat ein Kinderbuch geschrieben.
Andrea Böttcher aus Ettringen hat ein Kinderbuch geschrieben. © Rehm

Ettringen – Andrea Böttcher aus Ettringen ist Erzieherin und Fachkraft für musikalische Früherziehung. Sie arbeitet in einem Kindergarten – Berufung und Beruf zugleich. In ihrer Freizeit schreibt sie werteorientierte Geschichten für Kinder und komponiert Musikstücke. Mit Liebe, Herzblut und Engagement möchte sie Kinder ganzheitlich fördern. Jetzt veröffentlicht sie ihr erstes Buch „Prinzessin Lilalucy und der Eisdrache“.

Neben der Geschichte und den Illustrationen enthält das Buch selbst geschriebene Lieder und Bauanleitungen für einfache Musikinstrumente. So können Kinder die Geschichte noch intensiver erleben. Andrea Böttcher liebt Kinder, Tiere, Musik und Bücher und wollte alles in einem Bilder-Mitmachbuch für Kinder vereinen. Über vier Jahre hinweg arbeitete die 56-jährige Kindergärtnerin in ihrer Freizeit an dem Buchprojekt.

Nachdem der Plot kindgerecht spannend und sinnhaft wertorientiert kreiert, die Geschichte „rund“, der Text vollendet, die Lieder und Anleitungen zum Kreativen Basteln von „Instrumenten“ fertig waren, galt es das Buch zu illustrieren. Das übernahm Böttchers bester Kindergartenfreund, Horst ­Hildebrandt, den sie seit über 50 Jahren kennt. Detailgetreu und mit wunderschöner Farbgestaltung bebilderte er die Geschichte.

„Die meisten Bücher stehen nach ein, zwei Mal Lesen ungenutzt im Regal. Mir war es wichtig, ein Buch zu entwerfen, mit dem sich Kinder ganz lange und ganz oft beschäftigen können.“ Lesen oder Vorlesen lassen, Musizieren, Kreatives Gestalten, Koch- und Backrezepte – alles vereint.

„Fauchi“ immer mit dabei

Das Buch eignet sich für Familien und für den Einsatz in Kitas. Das Besondere daran: es soll Kinder ganzheitlich fördern. „Ich finde es wichtig, die kleinen Zuhörer aktiv in die Geschichte einzubinden. Das gelingt auch deshalb gut, weil die Handpuppe des Eisdrachen „Fauchi“ bei den Lesungen stets dabei ist“, sagt die Autorin. Auch die von Böttcher selbst komponierten und betexten Lieder – die von ein paar ihrer Kindergartenkindern eingesungen wurden und die man kostenfrei auf Böttchers Website runterladen kann – sind bei den Lesungen zu hören. Bei den Veranstaltungen können die Kinder die zur Geschichte gehörenden Instrumente ausprobieren. „Die Altersempfehlung mit drei bis sieben Jahren ist eher kurz gegriffen, ich konnte auch Kinder der zweiten Grundschulklasse mit der Geschichte begeistern“, resümiert die frischgebackene Debütantin freudestrahlend ihre ersten Eindrücke. Apropos „frisch­gebacken“ und ganzheitlich orientierte Buch-„Zutaten“: In einem vierzigseitigen, mit vielen Farbfotos versehenen Begleitheft finden sich Rezepte für Leckereien, die zur Geschichte und den darin agierenden Figuren passen.

Zur Geschichte: Einhorn, Hund, Frosch, Wildschwein, Bär und Lucy begeben sich gemeinsam auf eine abenteuerliche Reise zum Eisdrachen – mutig, aber immer getreu dem Motto „Zusammen sind wir stark.“ Liebevolles Miteinander und Freundschaft unterschiedlicher Charaktere sind zentrale Themen der tiefgründigen Geschichte. Böttcher setzt außer auf gute Texte auch auf die „heilende“ Wirkung von Musik, „die nämlich kann Eis zum Schmelzen bringen, das Herz berühren und es für das Gute erwärmen“, meint die Künstlerin. „Musik kann Berge versetzen. Musik verbindet unterschiedliche Charaktere und sogar ganze Völker und Kulturen, ist das verbindende Element, das keine Sprache braucht. Darum setze ich das im Kindergarten so gerne ein“, berichtet Böttcher, die auf jahrzehntelange Berufserfahrung als Erzieherin zurückblickt.

Die von ihr komponierten Kinderlieder im Buch sind mit Akkorden, Noten und mit den von ihr gedichteten Texten abgedruckt. Jede Tierfigur in der Geschichte hat ein eigenes Instrument, dessen Klang das Tier typisch charakterisiert. Genau diese „Instrumente“ können nach Anleitung nachgebaut werden – und das aus simplen haushaltstypischen Utensilien (Dosen, Kronkorken, Pappteller, Spanngummis, Backpapier, Tontopf, …). „Nicht erst einkaufen müssen, sondern es sind Dinge, die man in der Regel zuhause hat“, betont Böttcher. „Zwar entstehen dabei keine lupenreinen Töne. Aber genau das kann bewirken: Die Karton-Gitarre klingt nicht ganz richtig, kann ich eine echte haben?“ Ein Weg um das Interesse an wahren Instrumenten zu wecken. Und ja, wirklich verblüffend: Wenn die Autorin ihre „Instrumente“ aus dem großen, für Lesungen parat stehenden Karton herausholt und darauf „spielt“, so klingen diese Töne überraschend gut und erinnern erstaunlich an das jeweilige Tier aus der Geschichte.

Alle wesentlichen Informationen zum Buch finden sich auf der Homepage www.lilalucy.de. Hier können auch Lesungen angefragt oder das Buch bestellt werden.

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