Nachbarschaftshilfeverein und Freiwillige Feuerwehr erhalten Spende 

Zwei Bad Wörishofer Vereine für ehrenamtliches Engagement gewürdigt

Ehrung Ehrenamtliche Bad Wörishofen Förderung Kania
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Neben den Feuerwehrvereinen Bad Wörishofens (Foto 2) mit den Ortsteilen Dorschhausen, Kirchdorf, Schlingen, Stockheim und der Kurstadt hat auch der Nachbarschafts- und Seniorenhilfeverein (Foto 1) eine Förderung erhalten. Im Bild sind jeweils auch der Mäzen Hans Joachim Kania mit seiner Lebensgefährtin Marie-Luise Vorwerk und Bürgermeister Stefan Welzel zu sehen.
Ehrung Ehrenamtliche Bad Wörishofen Förderung Kania
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Neben den Feuerwehrvereinen Bad Wörishofens (Foto 2) mit den Ortsteilen Dorschhausen, Kirchdorf, Schlingen, Stockheim und der Kurstadt hat auch der Nachbarschafts- und Seniorenhilfeverein (Foto 1) eine Förderung erhalten. Im Bild sind jeweils auch der Mäzen Hans Joachim Kania mit seiner Lebensgefährtin Marie-Luise Vorwerk und Bürgermeister Stefan Welzel zu sehen.

Bad Wörishofen – Zwölfmal wurden in den vergangenen Jahren Menschen geehrt, die sich ehrenamtlich in und für die Kneippstadt engagiert hatten. Nachdem im vergangenen Jahr, Corona bedingt, keine Auszeichnung im Rahmen des Förderprogramms 2020 stattfand, gab es heuer zwei besondere Preisträger. Erstmals wurden mit dem Nachbarschafts- und Seniorenhilfeverein sowie der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt und ihrer Ortsteile zwei Vereine für ihre Arbeit gewürdigt. Eigens dazu hatte Mäzen Hans Joachim Kania den Betrag erhöht.

Sie sind eine wichtige Basis und Stütze am Ort, befand Bürgermeister Stefan Welzel. Vor allem leisten die Ehrenamtlichen aber eine Arbeit, die in der heutigen Zeit und in der aktuellen Situation nicht selbstverständlich sei, so Welzel in der kleinen Feierstunde weiter. Und dieses Engagement, „dass sich einer reinhängt“, unterstütze man. Man müsse nur einmal sehen, meinte Welzel, wie die Zahl der Türöffnungen in der jüngsten Zeit zugenommen habe – Menschen, die durch die Umstände zuhause sind, verunglücken und Hilfe brauchen. Und kaum gehe der Alarm los, seien die Männer und Frauen der Feuerwehr schon unterwegs, und das „sensationell schnell“, so Welzel. Und dabei müsse man sich immer vor Augen halten, dass das alles Freiwillige seien, die für den Nächsten da sind, teilweise sogar durchs Feuer gehen. Und Gleiches gelte auch für den Nachbarschafts- und Seniorenhilfeverein, der den Menschen in der Einsamkeit Zuwendung brächten und bei alltäglichen Dingen zur Hilfe kämen.

Mit seinem Förderprogramm 2020 unterstützt Hans Joachim Kania eine Vielzahl an Einrichtungen und Engagements, ob nun mit dem Kultur- und Sportaward wie jüngst oder dem Babygruß für alle neugeborenen „Kneippstädter“, mit dem Melolino-Award für die Musikschule und eben auch dem Preis für die Ehrenamtlichen. Gut 68.000 Euro sind so in den vergangenen Jahren aus dem Förderprogramm geflossen, wie Welzel meinte, der sich stellvertretend bedankte.

Heuer nun habe man sich Gedanken gemacht und habe nicht nur Einzelpersonen herausstellen wollen bei der Förderung, sagte Kania. Seiner Kenntnis nach sei es das erste Mal, dass die Feuerwehr als Organisation im Ort so öffentlich für ihr Wirken und Engagement ausgezeichnet werde, so der Mäzen im (Un-)Ruhestand. Daher freue es ihn umso mehr, nun die Floriansjünger ehren zu können wie auch den Nachbarschaftshilfeverein, die das wohl „reinste Ehrenamt“ leben würden. Dafür hatte Kania zusammen mit der Stadt die Fördersumme erhöht: Der Nachbarschaftshilfeverein erhält 500 Euro und die Vereine der Ortsteilfeuerwehren je 200 Euro, zusammen also 1.000 und in Summe für alle heuer 1.500 Euro für das Ehrenamt.

Dabei meinte Kania mit Blick auf die Feuerwehr, die Kameraden sollten mit der Summe eine gescheite Brotzeit organisieren und zusammenkommen. „Die Stadt soll zahlen, wenn ihr was Technisches braucht“, gab Kania als Handlungsempfehlung mit. Bei den Floriansjüngern sieht man die Würdigung auch als Verpflichtung, denn gerade erst hatten die Ortsteile neue Löschfahrzeuge erhalten. Für die Unterweisung in die neue Ausrüstung „opfern“ die Kameraden gerade ihre Freizeit, wie die Anwesenden vom Kommandanten der Kernstadt-Wehr erfuhren.

Wie es mit den Förderungen weitergeht

Mit Bedauern stellte Kania aber fest, dass der Melolino-Award heuer nicht übergeben werden könne. „Homeschooling funktioniert“, so Kania, „ aber nicht in der Musikschule.“ Deshalb werde man die Auszeichnung unbedingt nächstes Jahr nachholen. Auch den Babygruß will Kania weiterführen, ebenso soll nächstes Jahr wieder das Ehrenamt ausgezeichnet werden.

Das Förderprogramm 2020 ist, wie es der Name andeutet, offiziell vergangenes Jahr ausgelaufen. Schon seinerzeit stand der Mäzen aber in Gesprächen mit der Stadt über eine Weiterführung. Für den Nachbarschafts- und Seniorenhilfeverein nahm Michaela Bahle-Schmid die Auszeichnung entgegen und verknüpfte mit dem Preisgeld auch den Wunsch über weitere Mitglieder und ehrenamtliche Helfer (ab 60 Jahren). Gemäß dem Motto, dass hier „junge Alte den älteren Alten“ helfen, könne man auch weiterhin Mitstreiter brauchen, so Bahle-Schmid.

Rubriklistenbild: © Oliver Sommer

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