Aufatmen im Jugendhaus

Einbruch geklärt: Mindelheimer „JiM“ hat Diebesgut teils wieder

Fenster kaputt Mindelheim JiM
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Über das Kellerfenster war der 25-jährige Einbrecher im Dezember offenbar ins Jugendhaus gelangt.

Mindelheim – Im Dezember musste das Mindelheimer Jugendhaus „JiM“ einen schweren Angriff hinnehmen: Unbekannte hatten „alles, was sich zu Geld machen lässt“, wie Einrichtungsleiter ­Florian Kastenmeier damals sagte, mitgehen lassen. Inzwischen ist der Täter gefunden und das „JiM“ hat sein Inventar – zumindest teilweise – zurück.

Er und sein Team befänden sich in einer regelrechten Schockstarre, hatte Kastenmeier auf Nachfrage des Wochen KURIERS im Dezember erklärt. Besonders schwer wog beim Diebstahl aus seiner Sicht der Verlust zweier Festplatten, auf denen die zehnjährige Historie des Jugendhauses gespeichert war.

Schlagzeug und Mischpult werden noch vermisst

Inzwischen ist der Schaden gemindert: „Die Festplatten sind wieder da, auch Beamer und Kamera“, freut sich Kastenmeier. Denn inzwischen habe die Polizei einen Täter verhaftet. „Aber gerade die großen Sachen aus dem Keller, zum Beispiel das Schlagzeug und das Mischpult, sind leider nicht aufgetaucht. Von rund 5.000 Euro Schaden war die Polizei im Dezember insgesamt ausgegangen.

Wie Polizeisprecher Dominic Geißler vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West auf Nachfrage bestätigt, konnte der Diebstahl dem 25-jährigen Seriendieb zugeordnet werden, der der Polizei Ende Januar bei Bayreuth ins Netz gegangen war (der Wochen KURIER berichtete). Mit insgesamt 13 Diebstählen in und um Mindelheim wird der junge Pole in Verbindung gebracht, wobei er es bei seinen Beutezügen überwiegend auf Werkzeug und Baumaschinen abgesehen hatte. Ihm wird laut Polizei angelastet, Gegenstände im Wert von rund 50.000 Euro gestohlen zu haben. Auf die Schliche gekommen waren die Ermittler dem 25-Jährigen, nachdem er ein Auto geklaut hatte – ebenfalls Anfang Dezember letzten Jahres, ebenfalls in Mindelheim.

Kommt noch mehr zurück?

Im „JiM“ ist man nun froh, zumindest einen Teil der Beute und allen voran das „geistige Eigentum“ mit der Festplatte wieder in den Händen zu haben. Vielleicht kommt sogar noch weiteres Inventar zurück, Kastenmeier jedenfalls hofft auf die „weiteren Ermittlungen“.

mt

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