Auf eigenen Wunsch

„Eine der deutlichsten Stimmen“ bei Aufarbeitung von Kindesmissbrauch: Antretter verlässt Diözesanrat

Robert Antretter
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Robert Antretter

Mindelheim – Der gebürtige Mindelheimer und Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Deutschland, Robert Antretter, hat sein Engagement im Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart beendet. Dort hatte er sich, zehn Jahre sogar als Kommissionsleiter, für die Aufarbeitung von Kindermissbrauch eingesetzt.

Antretter hatte den Wunsch seines Ausscheidens offenbar schon vor längerer Zeit an den Bischof der Diözese, Dr. Gebhard Fürst, herangetragen, der nun „mit Bedauern“ reagierte. In einem zweiseitigen Schreiben nannte er den Mindelheimer „eine der wichtigsten und deutlichsten Stimmen“, vor allem, wenn es um den Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende und „die sensible Thematik der Aufarbeitung und Prävention des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen“ gegangen sei.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart war die erste unter den deutschen Bistümern, die eine Kommission sexueller Missbrauch einrichtete. Robert Antretter hatte diese Kommission zehn Jahre lang geleitet, ehe er den Vorsitz 2012 abgab. Sein Engagement sei stets „über allem Erwartbaren gelegen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bischofs.

wk

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