EVW-Vorstand Marcus Schmidt zeigt Missstände auf

Eishalle: Bad Wörishofen will bei »Baracke« anpacken

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Um die Glaselemente, die wie Prismen im Dach das Licht ins Innere leiten sollen, geht es. Sie sind in Teilen defekt und können auf die Besucher stürzen.

Bad Wörishofen – Bis auf Weiteres kann die Wörishofer Eishalle weiterbetrieben werden. Insbesondere hinsichtlich des Brandschutzkonzeptes, das unter anderem den Betrieb verhindert hat, wurde eine Lösung gefunden. Dennoch machte der Vorstand des EV Bad Wörishofen, Marcus Schmidt, den Stadträten unmissverständlich klar, wie es um die Eishalle bestellt ist.

Als das Bad Wörishofer Eisstadion gebaut wurde, mag es innovativ und fortschrittlich gewesen sein mit den Glaselementen und dem Dach, das geöffnet werden kann. Doch gerade diese Elemente stehen einem Feuerschutzkonzept entgegen – das Glas könnte splittern und auf die Menschen auf den Rängen und der Eisfläche herabregnen. Zudem ist die Brandlast des Daches zu gering, bei starkem Wind muss die verschiebbare Öffnung fixiert werden. Damit aber kann das Dach gleichzeitig nicht mehr geöffnet werden, um Rauch abziehen zu lassen. Auch das Thema Notgenerator ist nicht gelöst, dieses ist im Fall des Falles mitten im Brandgeschehen und somit nicht mehr nutzbar, um die Stromversorgung zum Öffnen des Daches sicherzustellen.

Das muss investiert werden

350.000 Euro würde eine umfassende Brandmeldeanlage kosten, damit die Vorgaben des Landratsamtes erfüllt würden. Deutlich günstiger kommt die Lösung, die nun vorgestellt wurde: So sollen die Glasfenster für heuer mit Netzen gesichert werden, zugleich soll es eine Sicherheitsbeleuchtung geben und einen quasi händischen Alarm. Damit werden auch Veranstaltungen wie der viermal pro Jahr abgehaltene Flohmarkt des EV Bad Wörishofen möglich, wenn man etwa auch ein Löschfahrzeug und Kameraden zu einer Sicherheitswache abstellt. Wie die Kosten dafür aussehen könnten oder werden, muss noch besprochen werden, denn die Stadt hatte einerseits einen Kostenkatalog für Leistungen der Feuerwehr erstellt, gleichzeitig aber kann sie Vereinen die Kosten erlassen. Mit dem Erlös des Flohmarktes, machte Marcus Schmidt klar, finanziere sich der Verein und die Jugendarbeit. „Es geht um die Kinder“, versuchte Schmid das Dilemma zu verdeutlichen. So funktionieren die Duschen „nicht wirklich“ und in den Kabinen, wo sich die Sieben- bis Zehnjährigen zum Training umziehen, gibt es Schimmel. Auch mit der Eismaschine gebe es regelmäßig Probleme. Entweder, es werde vernünftig investiert, so Schmidt, oder man müsse die Eishalle zumachen. Aber derzeit sei sie „eine Baracke“. Im Eingangsbereich oder der Tribüne fühle man sich wie vor 50 Jahren. Die Wölfe hätten Potenzial, doch man könne nicht mehr leisten, wenn man das Geld „woanders reinstecken“ müsse. Das müsse bei einer Entscheidung bedacht werden, so Schmid. Im Bewusstsein, dass etwas geschehen müsse stimmten die Räte dem gemachten Vorschlag zu, der auf absehbare Zeit einen Betrieb in der Eishalle zulässt.

Oliver Sommer

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